FCN-Comeback für Biron
Gut zweieinhalb Monate war es her, dass Mickael Biron letztmals für den 1. FC Nürnberg ein Spiel absolvierte. Schließlich blieb der Sommer-Neuzugang in den sieben Partien vor der Winterpause fast ausschließlich aus Leistungsgründen ohne Einsatz und sechsmal sogar gänzlich ohne Kadernominierung. Beim 7:1-Testspielerfolg gegen die Grasshoppers Zürich feierte der 28-Jährige nun sein Comeback im FCN-Trikot.
Im letzten Drittel der dreimal 45 Minuten andauernden Generalprobe, eine Woche vor dem Rückrundenauftakt gegen die SV Elversberg, gab der in Martinique geborene Angreifer die zweite Spitze neben Noah Maboulou.
Licht und Schatten
Auch wenn Biron im Gegensatz zu seinen Sturmkollegen Piet Scobel, Mohamed Ali Zoma und Maboulou ohne Treffer blieb, konnte er bei den letzten beiden Toren in der Entstehung mitwirken. Sowohl beim 6:1 als auch beim 7:1 bediente Nürnbergs Nummer sieben den jungen Marko Soldic, der wiederum als Vorlagengeber für Doppelpacker Maboulou avancierte. Insofern kann sich Biron zumindest zwei „Pre-Assists“ auf die Fahne schreiben – wenngleich neben diesen Lichtblicken sein Spiel auch wieder schattige Momente mit unglücklichen Ballverlusten und Abseitsstellungen zierte.
Klose lobt Birons Vorbereitung
Nichtsdestotrotz zeigte sich Miroslav Klose zufrieden mit der jüngsten Entwicklung seines Stürmers, nachdem er schon zu Beginn des Trainingslagers guter Dinge war, dass in der Rückrunde mehr von Biron kommen könnte. So war eine seiner Erkenntnisse nach diesem Test, dass „Mika jetzt mehr in Fahrt kommt“. Auf Nachfrage bestätigte der Weltmeister von 2014 zudem, dass Biron während des Trainingslagers einen Schritt in die richtige Richtung gemacht habe.
Stürmer nun „anders“
Doch Klose sah ohnehin „alle“ seine Spieler in der bisherigen Wintervorbereitung positiv: „Es ist keiner abgefallen.“ Ein besonderes Lob verteilte der ehemalige Stürmer auch nochmals an seine Offensivreihe: „Sie sind viel frecher, mutiger und zielstrebiger. Das Zögern und Gedanken machen ist weg. Natürlich können sie nicht von null auf Hundert alles umsetzen. Aber da habe ich gute Ansätze gesehen.“
Biron mit Kader-Rückkehr?
Inwieweit Mickael Biron nun auch für den Pflichtspielbetrieb wieder eine ernsthafte Option wird, bleibt allerdings zunächst abzuwarten. Schließlich dürften derzeit neben den formstarken Zoma, Scobel und Maboulou auch der zuletzt angeschlagene und eigentlich für die Startelf vorgesehene Adriano Grimaldi in der Sturmrangfolge vor dem 1,70 Meter großen Rechtsfuß stehen.
Insofern scheint trotz des Trainerlobes eine Rückkehr in den Spieltagskader gegen die SV Elversberg alles andere als sicher – zumal laut Klose auch Artem Stepanov trotz seines 135-minütigen Bankaufenthalts gegen Zürich weiterhin eine Option sein soll.



