FCN: Drittligist zeigt Interesse an Baack

Verliert der 1. FC Nürnberg den nächsten zentralen Mittelfeldspieler?

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Foto: DO IT NOW Media

Wenig Hinrundenminuten für Baack beim FCN

16 Spiele musste Tom Baack warten, bis er seinen ersten Startelfeinsatz für den 1. FC Nürnberg absolvieren durfte. Beim 2:1-Heimsieg zum Hinrundenabschluss gegen Hannover 96 zeigte der Sommerneuzugang vom SC Verl eine solide Leistung als Ersatz für den verletzten Adam Markhiyev. Zuvor kam der 26-jährige zentrale Mittelfeldspieler lediglich auf 108 Einsatzminuten, verteilt auf fünf Einwechslungen in der 2. Bundesliga.

Interesse aus der 3. Liga

Nun soll sich ein Drittligist Hoffnungen machen, Baack nach einer Hinrunde mit nur wenigen Einsatzzeiten verpflichten zu können. Nach Informationen der WAZ zeigt Rot-Weiss Essen, aktuell Tabellenvierter und mitten im Aufstiegsrennen der 3. Liga, Interesse am gebürtigen Essener.

Im Falle eines Wechsels würde Baack in Essen auf das vom FCN verliehene Eigengewächs Jannik Hofmann treffen. Die Westdeutschen suchen derzeit einen Ersatz für Sechser Tom Moustier, der offenbar einen Abgang forciert.

Wechsel gilt als unwahrscheinlich

Das Interesse an Baack soll allerdings bereits seit rund einem Jahr bestehen, als der Verein schon einmal beim Mittelfeldspieler angeklopft hatte. Dass es nun in diesem Winter zu einer Einigung kommt, gilt dennoch als unwahrscheinlich. Zwar kommt der ehemalige Junioren-Nationalspieler bislang nur sporadisch zum Einsatz, doch laut eigenen Aussagen habe er diese Rolle angenommen. Auch Trainer Miroslav Klose lobte zuletzt explizit Baacks Umgang mit seiner aktuellen Situation: „Er kommt jeden Tag mit einem Lächeln hier an, obwohl er nicht viele Minuten bekommen hat.“

Insofern erscheint es derzeit wenig wahrscheinlich, dass der 1. FC Nürnberg einen Kaderspieler abgibt, der sowohl auf der Sechs als auch auf der Acht einsetzbar ist und genau für diese Rolle eingeplant war. Hinzu kommt, dass der Club mit dem Leihabbruch von Demba Diop bereits einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler verloren hat und im Zentrum eher Zu- als Abgänge notwendig wären.

Arbeit statt Flucht

Nichtsdestotrotz bleibt abzuwarten, wie sich das Wintertransferfenster entwickelt. Denn mit seiner geringen Einsatzzeit zeigt sich Tom Baack verständlicherweise nicht zufrieden: „Wenn ich damit zufrieden wäre, wäre ich wahrscheinlich fehl am Platz“, sagte er auf FCN.de.

Sein derzeitiger Ansatz scheint jedoch klar: mehr Arbeit statt Wechselgedanken. „Wenn man als Spieler etwas hinten dran ist, dann liegt es an mir, noch einmal mehr zu arbeiten, um sich weiter zu empfehlen und irgendwann seine Chance zu bekommen. Ich bin der Meinung, dass wenn man einen Vertrag bei einem Verein unterschreibt, dann verpflichtet man sich auch dazu.“