Eingeschlagen
Die Stürmerposition sorgte beim 1. FC Nürnberg in der Hinrunde zu vielen Diskussionen. Die ideale Lösung hat der FCN in den ersten 17 Spieltagen nicht gefunden. Umso wichtiger, dass die Verpflichtung Mohamed Ali Zomas total eingeschlagen hat. Der Italiener ist zwar kein Mittelstürmer, gibt dem Club aber sowohl vom Flügel aus, im Halbraum oder rund um einen Zielspieler einen riesigen Mehrwert. Nicht zuletzt, da er mit vier Ligatreffern Nürnbergs zweitbester Torschütze ist.
Wissbegieriger Zoma
Was FCN-Trainer Miroslav Klose an seinem Schützling besonders gefällt, ist, dass er wissbegierig und offen ist, Details an seinem Spiel zu verbessern: „Ich bin unheimlich glücklich, dass er immer wieder dazu lernen will. Das zeigt er auch im Training.“
Was der 22-Jährige während seiner Zeit beim Club unter anderem erhöht hat, ist seine Intensität. Zoma absolviert die zweitmeisten Sprints der Franken und arbeitet viel für seine Mannschaft, was in Italien zuvor nicht zu seinen Stärken gehörte.
Nur eine Woche
Sein außergewöhnliches Potenzial stellte er auch beim Hinrundenabschluss gegen Hannover unter Beweis. Beim 2:1-Siegtreffer zeigte er Tempo, Technik und Zug zum Tor. „Fantastisch, wie er ihn drüber chippt“, lobt Klose zudem den sehenswerten Abschluss. Zuvor hatte der schnelle Rechtsfuß beim FCN schon einige vielversprechende Situationen, in denen entweder einer der letzten Ballkontakte oder der Schuss zu unpräzise waren.
„Man bedenke nur eine Woche zuvor, da läuft er alleine auf Karius zu und schafft es nicht, ihn zu überlupfen“, erinnert sich sein Trainer an eine Szene in der ersten Halbzeit auf Schalke: „Das ist halt ein Learning.“
Gutes Gefühl
Nachdem man die Szene aus der Vorwoche analysiert hatte, zeigte sich sofortige Besserung. „Wenn du in der Situation eine Woche später genau das zehnmal besser machst als zuvor, das ist richtig gut“, lobt Klose. Der 47-Jährige zieht daraus Selbstvertrauen und den Glauben, bei seinen Spielern auf offene Ohren zu stoßen, was anscheinend auch schon mal anders war: „Das gibt mir auch als Trainer ein gutes Gefühl, was natürlich nicht immer so war.“



