FCN: Lubach will „immer weiter nach oben“

Der Mittelfeldspieler spricht über seine Entwicklung, seine Ziele – und warum Fußball für ihn mehr ist als ein Beruf.

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Foto: DO IT NOW Media

Derby verpasst

Fabio Gruber, Berkay Yilmaz und Rafael Lubach waren vor dem vergangenen Wochenende die einzigen drei Spieler des 1. FC Nürnberg, die jedes Pflichtspiel in dieser Saison absolviert hatten. Beim 2:2 des FCN gegen Greuther Fürth fehlte Lubach jedoch erstmals – gesperrt. „Die Rolle als Zuschauer war sogar ein bisschen aufregender“, gesteht er im Interview bei ClubTV. Zumal das Derby auch für ihn kein normales Spiel ist: „Weil man halt einfach weiß, wie viel es den Fans bedeutet. Damit steigt natürlich auch die Bedeutung für einen umso mehr.“ Der Mittelfeldspieler spricht sogar von „Gänsehaut“, wenn ihn die FCN-Anhänger bereits im Training auf das Spiel einstimmen.

Wieder dabei

Umso glücklicher ist der U20-Nationalspieler, dass er nun auf Schalke wieder dabei ist. Angesichts seiner Vergangenheit beim BVB könnte man fast von einem persönlichen Derby sprechen. Das sieht er jedoch anders – auch, weil man die Duelle in der Jugend nicht ganz mit denen im Profibereich vergleichen kann. „Ich bin da jetzt nicht so drin, weil ich komme ja nicht gebürtig aus Dortmund“, erklärt er. Seine Vorfreude schmälert das nicht: „Ich freue mich auf jeden Fall auf das Spiel.“

Zufrieden

Gleichzeitig verrät Lubach, dass er über seine Entwicklung beim FCN bis hierhin sehr dankbar ist: „Bis jetzt bin ich sehr zufrieden, weil ich hierhin gekommen bin ohne Profierfahrung. Jetzt konnte ich in den 1,5 Jahren ein bisschen an Erfahrung dazugewinnen.“ Der 20-Jährige gibt sich zudem selbstbewusst – und deutet an, dass die 2. Bundesliga nicht das Ende sein soll: „Von meinem Denken her will ich natürlich immer weiter nach oben und meine Fähigkeiten verbessern.“ Zunächst scheint er beim Club jedoch zufrieden: „Weil ich hier auch die Möglichkeit kriege, zu spielen und das unter Beweis zu stellen, bin ich natürlich sehr happy, hier zu sein.“

Viel Interesse

Was Lubach für viele Vereine interessant machen könnte, ist seine Wissbegierde und sein generelles Interesse am Fußball. Das ermöglicht ihm auch, auf mehreren Positionen zu spielen. „Ich spiele schon lieber Achter“, macht er klar. Doch auch die Rolle als verkappter Stürmer wusste er auszufüllen: „Ich beschäftige mich viel mit Fußball, deswegen weiß ich, was ich auf der Position zu tun habe und finde auch da meinen Spaß daran. Deswegen kann mich der Trainer eigentlich aufstellen, wo er will. Ich werde immer versuchen, mein Bestes zu geben.“

Sein Fußballwissen zeigt er mit weiteren Beispielen: „Zum Beispiel bei Arsenal macht das Mikel Merino ganz oft. Früher haben Manchester City oder der FC Barcelona oft mit einer falschen Neun gespielt. […] Ich weiß schon, wie man sich da zu bewegen hat.“

Liebe für den Fußball

Deshalb überrascht es nicht, dass Lubach sich auch ohne die Karriere als Profifußballer keinen Job außerhalb des Fußballs hätte vorstellen können: „Ich würde auf jeden Fall eine Trainerausbildung oder so machen und mich da reinfuchsen.“

Der Fokus des 41-fachen Zweitligaspielers gilt nun dem Wochenende gegen Tabellenführer Schalke: „Die haben natürlich gerade einen Lauf, deswegen wird es wichtig sein, dass wir die Euphorie bremsen.“ Entscheidend sei unter anderem, die Aggressivität des Gegners anzunehmen.