FCN: Wo Klose gegen Fürth einen Nachteil sieht

„Das hat uns nicht wirklich weitergebracht“ – Klose erklärt, worauf es im Derby am Sonntag ankommt.

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Foto: DO IT NOW Media

Nächster Derbysieg

Die Bilanz von Miroslav Klose beim 1. FC Nürnberg in den direkten Duellen gegen Fürth kann sich mehr als sehen lassen. In der Vorsaison feierte man auswärts einen 0:4-Erfolg, zu Hause triumphierte man mit 3:0. „Das ist unser Ziel, vor allem, da wir ein Heimspiel haben“, peilt der FCN-Trainer den nächsten Derbysieg ein. Einfach wird die Aufgabe jedoch nicht, wie er betont: „Der Gegner ist schwer“, kündigt er an, vor allem, da man nicht weiß, „wie die es vorbereiten und wie sie es machen – zum einen personeller Natur und ob sie am System etwas anpassen.“

Erschwerte Vorbereitung

Um den Gegner nach dem Trainerwechsel von Thomas Kleine zu Heiko Vogel einschätzen zu können, analysierte das FCN-Trainerteam dessen letzte Stationen – unter anderem in Basel. „Das hat uns aber nicht wirklich weitergebracht, weil er viele Sachen probiert hat“, ergab sich hier aber offensichtlich kein klares Bild, was die Aufgabe umso schwieriger macht. In der Gegnervorbereitung sind für Klose entscheidend, welche Räume der Gegner bespielt und welche er einem selbst anbietet: „Zum Profi gehört natürlich auch dazu, dass man sich auf den Gegner vorbereitet in der Analyse.“

Nachteil

Der 47-Jährige sieht dadurch einen Nachteil für seine Mannschaft: „Das ist, glaube ich, eher ein Nachteil, wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt und dementsprechend im Spiel reagieren muss.“ Entscheidend wird somit sein, wie flexibel seine Mannschaft darauf reagieren kann, je nachdem, mit welcher Herangehensweise die Fürther im Max-Morlock-Stadion auflaufen werden.

Fokus auf die eigenen Stärken

Umso wichtiger wird es für Nürnbergs Trainer, dass man sich aufgrund der erschwerten Vorbereitung umso mehr auf das eigene Spiel konzentriert: „Dementsprechend haben wir mehr den Fokus auf uns gelegt, dass wir die Sachen gut machen. […] Wir hoffen, dass wir das am Sonntag alles umsetzen können.“ Beim Gegner vermutet man, dass er sich „auf zwei bis drei Dinge festlegen“ wird, die er im Vergleich zu seinem Vorgänger ändern wird.

Viele Sachen entscheidend

Neben Emotionalität sieht Klose gleich mehrere Dinge als entscheidend für das Frankenderby an: „Viele Faktoren spielen da eine Rolle. Das ist eine ist Taktik, das andere ist die Einstellung, Laufbereitschaft, das Momentum auf deine Seite ziehen. Das sind alles Faktoren, mit denen wir uns beschäftigen.“ Eine Favoritenrolle gibt es laut ihm in solchen Partien nicht – auch die Ergebnisse und Vorwochen seien zweitrangig: „Punktemäßig sind wir vorne, aber das zählt alles nicht.“