FCN: „Ein Kumpel“ – das sagt ein Trainerkollege über Klose

Zwischen „kenne ich den Typen nicht“ und gedrückten Daumen - Klose und sein besonderer Kollege.

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Aufeinandertreffen

Am Sonntagnachmittag empfängt der 1. FC Nürnberg im heimischen Max-Morlock-Stadion die Arminia aus Bielefeld. Gästetrainer Mitch Kniat war glücklich über die Länderspielpause, in welcher seine Mannschaft wieder Kräfte sammeln konnte: „Die Jungs, die angeschlagen waren, sind fit. Die konnten die Pause nutzen. Manche Spieler waren komplett drüber. Deswegen war die Länderspielpause vom Zeitpunkt her perfekt. Ich bin froh, dass sie gekommen ist. Wir sind wieder bei 100 Prozent.“ Beim FCN erklärte Miroslav Klose hingegen, dass lediglich Eric Porstner ausfällt und der Rest einsatzbereit ist.

Kumpels

Darüber hinaus wird es auch ein besonderes Aufeinandertreffen zwischen den beiden Trainern Kniat und Klose. „Ich habe ein Trikot von Miroslav Klose vom 7:1-Sieg gegen Brasilien bei der WM 2014 zu Hause. Er hat sogar schon unterschrieben“, war Kniat früher selbst Fan des ehemaligen DFB-Stürmers. Später absolvierten beide zusammen den Fußballlehrer, der sie zusammengebracht hat. Seitdem sind sie regelmäßig im Austausch und schätzen sich gegenseitig enorm. „Er ist nicht nur ein Kollege, sondern ein Kumpel“, sagt Kniat über das Verhältnis – und hat dem FCN auch wegen Klose offenbar schon das ein oder andere Mal heimlich die Daumen gedrückt: „Da wünscht man ihm in Phasen, in denen es nicht läuft, natürlich nur das Beste.“

90 Minuten egal

Der Bielefelder Aufstiegstrainer macht jedoch keinen Hehl daraus, dass am Sonntag nur die drei Punkte von Bedeutung sind: „Aber ich lebe im Hier und Jetzt, am Sonntag geht es nach Nürnberg. […] In den 90 Minuten am Sonntag kenne ich den Typen nicht. Es spielt keine Rolle, ob ich ihn mag oder nicht.“

Danach wird man sich aber sicherlich noch etwas länger über das Spiel unterhalten. Schließlich schätzt Klose im Nachgang stets den Austausch mit dem Gegner, um zu diskutieren, warum man sich für den jeweiligen Matchplan entschieden hat. „Danach können wir uns gerne wieder die Hand geben“, wird auch Kniat sicherlich gerne mit seinem „Kumpel“ noch das ein oder andere Wort wechseln.