Tränenergriffener Janisch nach Debüt-Tor für FCN: „Wir wollen klettern“

Gegen Dresden feierte das Eigengewächs des 1. FC Nürnberg ein denkwürdiges Startelf-Comeback.

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Foto: DO IT NOW Media

Janisch mit Startelf-Comeback

Nachdem sich Tim Janisch in der Rückrunde der vergangenen Saison zum Stammspieler entwickelt hatte, lief es für das Eigengewächs des 1. FC Nürnberg in der neuen Spielzeit zunächst gar nicht rund. Nach durchwachsenen Auftritten innerhalb der ersten vier Spieltage kam der gebürtige Nürnberger in den darauffolgenden sieben Partien nur noch fünfmal als Joker zum Einsatz – bis zum 12. Spieltag, als er beim Auswärtsspiel in Dresden den Vorzug vor Tim Drexler auf der rechten Abwehrseite erhielt.

Emotionales Debüt-Tor

Viel besser hätte dieses Startelf-Comeback kaum verlaufen können. Janisch trug nicht nur dazu bei, dass der FCN defensiv stabil blieb, sondern avancierte mit seinem ersten Profi-Tor beim 2:1-Sieg auch zum Matchwinner. „Ich wollte ihn auch ins lange Eck schießen“, beschrieb der Rechtsverteidiger seinen Premierentreffer am Sky-Mikrofon. „Ich habe gemerkt, als er vom Fuß wegging, dass er gut kommt. Als er dann im Netz war, ging es nur noch zur Kurve und feiern.“

Ein Moment, der besondere Emotionen beim deutschen U20-Nationalspieler hervorrief: „Das ist ein Kindheitstraum, das erste Profi-Tor zu erzielen und vor der eigenen Kurve jubeln zu können – es war unbeschreiblich.“ Dementsprechend zeigte sich Janisch bei seiner Auswechslung nach 73 Minuten tief bewegt: „Ich komme immer noch nicht darauf klar. Ich hatte auch Tränen in den Augen, als ich ausgewechselt wurde. Ich glaube, es dauert jetzt ein bisschen, bis ich das verarbeitet habe.“

Erst feiern, dann klettern

Angesprochen auf die aktuelle Serie mit drei Siegen und elf Punkten aus den letzten fünf Partien kündigte Janisch an, weiter eifrig punkten zu wollen: „Wir wollen klettern“, stimmte er der Ansage seines Trainers Miroslav Klose zu. „Wir haben als Nächstes Bielefeld – da wollen wir auch wieder gewinnen“, zeigte er sich zugleich realistisch über die Schwere der Aufgabe. Doch zunächst gilt es, den Sieg und das Debüt-Tor zu genießen: „Wir lassen uns etwas einfallen“, kündigte Tim Janisch für die Rückreise nach Nürnberg an.