Ex-FCN: „Reset-Knopf drücken“ – Flick seit zehn Monaten ohne Startelf-Sieg

Innerhalb weniger Wochen verspielte Flicks Eintracht einen großen Vorsprung auf den 1. FC Nürnberg und steckt in der Krise.

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FCN überholt Flick

Auch nach seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg zu Eintracht Braunschweig läuft es für Florian Flick bislang noch nicht ganz rund. Als der 25-Jährige Anfang September seinen Leihvertrag unterschrieb, lagen die Niedersachsen noch sechs Punkte vor dem Club. Rund einen Monat und vier Niederlagen später steht Flicks Eintracht nun mit ebenfalls sieben Punkten nach acht Spieltagen sogar hinter dem FCN – auf Rang 15.

Durchwachsene Leistungen

Individuell konnte Flick bis auf ein ordentliches Debüt bisher ebenfalls nur bedingt überzeugen – wenngleich sich der Mittelfeldspieler unter Trainer Heiner Backhaus zunächst auf einer neuen, wenn auch nicht komplett unbekannten Positionen einfinden muss. In all seinen vier Einsätzen für die „Löwen“ startete der Rechtsfuß als linker Innenverteidiger. Stabilität brachte das der wackligen Abwehrreihe allerdings kaum: Elf Gegentore – ligaweit die meisten in diesem Zeitraum – sprechen eine deutliche Sprache – gleichwohl Flicks Rolle in einer derzeit nicht funktionierenden Mannschaft eine undankbare ist und der aktuelle Negativtrend keineswegs auf seine Personalie zurückzuführen ist.

Spielte bislang meist den linken Halbverteidiger in einer Dreierkette – aus seiner Zeit in Nürnberg kennt er zumindest die zentrale Rolle.

Zehn Monate ohne Startelf-Sieg

Mittlerweile wartet Flick nun seit fast zehn Monaten auf einen Sieg, bei dem er selbst in der Startelf stand. Zuletzt gelang ihm das am 17. Spieltag der Vorsaison im Dezember vergangenen Jahres – ausgerechnet beim 1:0-Erfolg des FCN gegen seinen jetzigen Klub. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der gebürtige Mannheimer seither nur fünfmal von Beginn an spielte. Immerhin sammelt er in Braunschweig wieder regelmäßig Einsatzminuten – eindeutig mehr als zuletzt in Nürnberg.

Viel vertikal statt flacher Aufbau – Flick muss sich in Braunschweig an eine neue Position und Spielweise gewöhnen.

„Reset-Knopf“ vor klangvollem Programm

Dennoch dürfte auch Flick mit dem jüngsten Einbruch seiner Mannschaft unzufrieden sein. Nach starkem Saisonstart mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen ist die Eintracht mit nun sechs Spielen ohne Sieg regelrecht in eine kleine Krise abgestürzt. Dementsprechend ist man bei den Blau-Gelben nun erstmal froh, sich in der Länderspielpause sammeln und den „Reset-Knopf drücken“ zu können, wie Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel bei Sky offenbarte.

Danach wartet auf Flick und Co ein anspruchsvolles Programm: Erst geht es zum Krisenduell nach Düsseldorf, danach folgen mit Gegnern wie Hannover, Nürnberg, Bochum und Hertha klangvolle Namen, gegen die es einen weiteren Absturz auf die Abstiegsränge zu verhindern gilt.