30. Spieltag – alle Spiele im Überblick

Kurz und knapp: neben der Partie des 1. FC Nürnbergs alle restlichen 8 Spiele des 30. Spieltags der 2. Bundesliga im Überblick.

Lage der Liga CLUBFOKUS 1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg 0:2 SC Paderborn – Analyse [hier]

Hannover 96 1:2 FC St. Pauli – Gäste siegen trotz Anlaufschwierigkeiten

Das Heimteam erwischte den deutlich besseren Start in die Partie, bei den Kiezkickern merkte man stattdessen die 2 Niederlagen in Folge und einige Personalprobleme in der Hintermannschaft. Unter anderem musste man Smith und Treu ersetzen. Die Niedersachsen fanden immer wieder den Raum hinter der St. Paulianer Abwehr – vor allem Chipbälle aus dem Spielaufbau in Richtung Muroya waren immer gefährlich. 7 zu 1 Abschlüsse lautete die Bilanz in der ersten halben Stunde. Spätestens nach dem 0:1 durch Afolayan (41.) kam die Hürzeler-Elf aber besser in das Spiel, wenngleich Lars Gindorf mit seinem Debüttreffer in der 45. Minute nach einem langen Einwurf den Ausgleich noch vor der Pause erzielen konnte. Chancen waren im 2. Durchgang Mangelware – und so war es wie so oft ein Standard, der die Hürzeler-Elf auf die Siegerstraße brachte. Johannes Eggestein traf in der 65. Minute nach einer einstudierten Eckball-Variante zum Siegtreffer. Hannover versuchte alles, belohnte sich aber für einen über weite Phasen guten Auftritt nicht.

Hamburger SV 0:1 Holstein Kiel – 6. Sieg in Folge für Rapp-Elf

In der 1. Halbzeit entwickelte sich eine offene Partie, in der es viel um zweite Bälle ging. Auch die beiden Passquoten von 82% respektive 74% belegen eine intensive, umkämpfte Partie. Der HSV übernahm nach und nach das Kommando, verpasst es aber zumindest vor der Pause, sich gute Gelegenheiten zu erspielen. Holstein Kiel war tendenziell in Umschaltaktionen das gefährlichere Team und hätte kurz vor der Halbzeit auch einen Elfmeter bekommen können. Nach der Pause erhöhte der HSV die Schlagzahl und setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Die größte Chance vergab Glatzel in der 53. Minute. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem Eckball traf der eingewechselte Rothe (59.) zum vielumjubelten 0:1. Holtby flug in der 73. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Ertrag konnte die Baumgart-Elf daraus nicht schlagen. In Überzahl lief man zwar permanent an, fand außer Flanken vom Flügel und Distanzschüsse aber kein Mittel gegen aufopferungsvoll verteidigende Gäste.

Fortuna Düsseldorf 1:0 SpVgg Greuther Fürth – Glanzloser Heimsieg

Die Fortuna, die auf Tzolis verzichten musste, begann das Spiel sehr abwartend und überließ den Gästen den Ball. Fürth trat ohne Hrgota und Green an, war aber über weite Phasen das aktivere Team und fand nicht selten die Räume zwischen den gegnerischen Ketten. Düsseldorf hingegen hatte massive Probleme, sich aus dem Angriffspressing spielerisch zu befreien. Großchancen blieben aber weitestgehend aus. Der größte Aufreger neben dem Tor ereignete sich zu Beginn des 2. Durchgangs, als den Gästen ein Handelfmeter untersagt blieb. In der Folge verteidigte die Fortuna höher und kam so auch mehr zu eigenen Ballbesitzphasen. Das Siegtor fällt allerdings nach einer Balleroberung. Ein missglückter Kopfball von Consbruch landete beim formstarken Shinta Appelkamp, der Vincent Vermeij (69.) bediente und die Vorarbeit zum 1:0 gab. Danach passierte nicht mehr viel – Fortuna verteidigte kompakt, Fürth fand wenig Lösungen dagegen. Unter dem Strich aber dennoch ein schmeichelhafter Heimsieg, der Düsseldorfs Rang 3 zementiert.

FC Kaiserslautern 1:1 SV Wehen Wiesbaden – spielerische Mangelware endet in Remis

Die Funkel-Elf begann gefährlicher und kam zu einigen aussichtsreichen Balleroberungen im Mittelfeld. Gefährlich wurde es aber fast nur durch Standards. Nach einem solchen traf Kaloc in der 30. Minute zur Führung, als die Puchacz-Ecke durch Tomiak auf ihn verlängert wurde. Aus dem eigenen Ballbesitz schafften es die Pfälzer zuvor kaum, in die Box zu dringen. Nach der Pause wurden die Gäste stärker. Zum einen, weil sie nun selbst offensiver wurden und zum anderen, weil der FCK sie machen ließ. Man fiel tief in die eigene Hälfte und verpasste es dennoch, die Räume kompakt zu halten. In der 74. Minute darf sich Prtajin nach Fechner-Zuspiel rund 30 Meter vor dem Lauterer Tor komplett unbedrängt aufdrehen. Sein Distanzschuss fliegt am starken Torhüter Krahl vorbei. Danach passierte nichts mehr. Wenn dann waren die Gäste in einigen Umschaltaktionen sogar näher am Sieg. Ein schwaches Spiel findet am Ende einen durchaus gerechten Ausgang, der zu wenig für Friedhelms Funkel Mannen ist.

SV Elversberg 1:1 Schalke 04 – gerechtes Remis

Nachdem Schalke gut in die Partie startete, kamen die Gastgeber aus Elversberg immer besser in die Partie und gingen nach einer Halbfeldfreistoßflanke von Jannik Rochelt auf den Kopf von Florian Le Joncour (18.) mit 1:0 in Führung. Daraufhin verpasste die SVE die ein oder andere Konterchance, um mit 2:0 in Führung zu gehen. Nach der Pause kam Königsblau mit der Einwechslung von Stürmer Keke Topp deutlich schwungvoller aus der Kabine. Jener Topp erzielte nach Karaman-Flanke den Ausgleichstreffer (59.). In der Schlussphase war der Aufsteiger tendenziell näher am Sieg. Dennoch geht die Punkteteilung in Ordnung.

VfL Osnabrück 0:3 Eintracht Braunschweig – konterstarke Löwen

In einer intensiven und umkämpften Partie beging der Tabellenletzte den ersten Fehler. Nach Ballverlust in der eignen Hälfte nutzen die Braunschweiger ihr schnelles Umschaltspiel, um nach Rittmüller-Flanke durch den am 2. Pfosten einlaufenden Anton Donkor mit 1:0 (9.) in Führung zu gehen. In der Folge blieben Osnabrücker Bemühungen, gefährliche Angriffe zu kreieren, größtenteils erfolglos. Stattdessen konnten die Löwen weiter munter kontern. Nach Fehlpass im Mittelfeld hebelte ein starker Tiefenpass von Hasan Kurucay auf Rayan Philippe die komplette VfL-Abwehr aus, was das 0:2 (40.) kurz vor der Pause bedeutete. Zwar bäumte sich Osnabrück nochmals auf, jedoch ließ man jeweils in Hälfte 1 und 2 große Chance liegen, um das Spiel nochmals scharf zu stellen. In der 59. Minute sorgte Johann Gomez nach starker Vorarbeit von Philippe für die frühe Entscheidung.

Karlsruher SC 3:2 Hertha BSC – glücklicher KSC-Sieg

Die Hertha verpasste es, sich für eine gute Anfangsphase zu belohnen. Wie aus dem Nichts ging der KSC nach einem Eckball durch Marco Thiede (16.) in Führung. Nur 7 Minuten später konnten die Gäste antworten. Nachdem Fabian Reese von Toni Leistner durch einen langen Pass auf den rechten Flügel auf die Reise geschickte wurde, war es letztendlich Haris Tabakovic, der die Flanke zum 1:1 (23.) verwertete. Kurz vor dem Pausenpfiff köpfe Igor Matanovic (45.) nach butterweicher Flanke von Philipp Heise zur erneuten und etwas glücklichen KSC-Führung (45.) ein. In der zweiten Halbzeit ereignete sich eine ausgeglichene Partie mit wenig klaren Chancen. Eine Ablage von Paul Nebel in den Rückraum auf Marvin Wanitzek, der sehenswerte abschloss, schien die Entscheidung zu bedeuten (77.). Jedoch konnte wiederum Tabakovic den Rückstand der Berliner nach einem Handelfmeter verkürzen (87.). Letztendlich blieb es jedoch beim knappen Sieg für Karlsruhe.

Hansa Rostock 0:2 FC Magdeburg – pragmatischere Gäste

Beide Teams starteten durchaus gut in die Partie, weshalb sich ein offener Spielverlauf hätte entwickeln können. Jedoch stellte ein krasser Fehlpass von John-Patrick Strauß die Weichen Richtung Magdeburg. Das Rostocker Geschenk wusste Luca Schuler für den FCM eiskalt auszunutzen (18.). Die etwas direktere Spielweise mit weniger Ballstafetten schien den Gästen gutzutun. Kurz vor der Pause köpfte Daniel Heber eine Freistoßflanke von Baris Atik von der rechten Seite zum 2:0 (40.) ein. Da den Rostockern in der Folgezeit wenig einfiel und der FCM kompakt verteidigte, blieb es bei einem verdienten Auswärtssieg für den 1. FC Magdeburg.


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