Gute Quote beim FCN
Seine Bilanz beim 1. FC Nürnberg liest sich durchaus ordentlich: Alle 134 Minuten war der Stürmer direkt an einem Tor beteiligt. Doch anhaltende Verletzungsprobleme sorgten dafür, dass Daichi Hayashi letztlich nur 17 Pflichtspiele für den Club absolvierte und den Verein nach seiner einjährigen Leihe in der Saison 2023/2024 im Sommer 2024 wieder verließ. In der damaligen Rückrunde kam der Japaner nach 15 Hinrundeneinsätzen aufgrund einer Achillessehnen- und Knieverletzung nur noch auf zwei weitere Einsätze.
Drei Spiele in zwei Jahren
Umso bitterer ist, dass sich Hayashis Einsatzzeiten seit seinem Abgang aus Nürnberg kaum vermehrten. Nach seinem Wechsel zurück nach Japan zu Gamba Osaka kam der inzwischen 28-Jährige bis Dezember dieses Jahres lediglich auf einen weiteren Einsatz – insgesamt also auf nur drei Spiele in den vergangenen zwei Jahren. Nach seinem Debüt für Gamba im Oktober 2024 warfen ihn erneut Knieprobleme zurück, die ihren Ursprung noch in seiner Zeit beim FCN hatten und ihn abermals für lange Zeit außer Gefecht setzten.
„Viel Leid“ – emotionales Comeback
Vor gut drei Wochen, am 11. Dezember, endete jedoch Hayashis knapp 14 Monate andauernde Leidenszeit. Im letzten Gruppenspiel der sogenannten AFC Champions League Two wurde der 1,78 Meter große Rechtsfuß in der 87. Minute eingewechselt und feierte damit ein emotionales Comeback.
„Ich habe in den vergangenen zwei Jahren viel Leid bei ihm gesehen. Ich habe seine Tränen der Frustration gesehen“, erklärte nach der Partie Gamba-Trainer Daniel Poyatos, der sich sichtlich für seinen Schützling freute: „Ich habe auch gesehen, wie er jeden Tag versucht hat, besser zu werden. Deshalb wollte ich ihm die Freude am Spielen zurückgeben“, wird der Spanier von sponichi.co zitiert.
Hayashi selbst zeigte sich enorm dankbar für dieses Comeback, bei dem sein Trainer offenbar eine entscheidende Rolle spielte: „Wenn es nicht lief, hat er sich Zeit für Gespräche genommen. Wir haben nicht nur über Fußball gesprochen, sondern auch über meine Familie und meine Gefühle. Er hat mir immer aufmerksam zugehört“, so der Ex-FCN-Profi.
Deutscher Trainer für Hayashi
In der kommenden Saison, die in Japan Anfang Februar startet, möchte Hayashi nun wieder voll angreifen. Dabei darf er sich auf einen deutschen Trainer freuen: Jens Wissing übernimmt bei Gamba Osaka für Dani Poyatos. Der gebürtige Westfale arbeitete zuletzt als Co-Trainer bei RB Salzburg und soll nun auch dabei helfen, Daichi Hayashi wieder zu jener Form zu führen, die ihm einst den Spitznamen „Beast“ einbrachte.



