13 Spiele: FCN-Talent Mandic baut starke Serie aus

Der 18-Jährige überzeugt – sowohl national als auch international.

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Foto: DO IT NOW Media / FCN

Leistungsträger

Die U23 des 1. FC Nürnberg spielt nach wie vor eine extrem starke Saison. Dabei kann sich der FCN auf viele talentierte Spieler verlassen, die in dieser Spielzeit mit guten Leistungen vorangehen. Einer davon ist zweifelsfrei Kristian Mandic, der vor der Saison aus der Frankfurter U19 zum Club wechselte. Auch wenn er noch für die Junioren auflaufen dürfte, ist er in der Regionalliga Bayern gesetzt.

Top-Werte

Unter anderem die Zahlen des 18-Jährigen zeigen, warum er in 20 von 20 möglichen Spielen in der Startelf stand. Vor allem ist es das Spiel mit Ball, das den Linksfuß auszeichnet. Deshalb spielt er mit 60 Pässen pro 90 Minuten die meisten der Franken nach Kapitän Fabian Menig. Mandic sorgt dabei immer wieder für Progression und Raumgewinn. Er spielt nicht nur die meisten Vertikalpässe des Clubs, sondern die viertmeisten der gesamten Regionalliga Bayern.

Besonders gerne rückt er als linker Halbverteidiger mit nach vorne und setzt sogar im Mittelfeld- und Angriffsdrittel Offensivakzente. Mehr als zwei Pässe pro 90 Minuten spielt er in den gegnerischen Strafraum – Bestwert unter allen Innenverteidigern der Regionalliga Bayern. Gleichzeitig ist er der Nürnberger, der auch die meisten erfolgreichen Defensivaktionen verzeichnet – wenngleich er hier noch einiges an Potenzial mitbringt.

Serie

Nicht nur beim FCN, auch in der kroatischen U19, für die er bereits 17-mal auflief, ist Mandic ein wichtiger Faktor. Besonders beeindruckend ist die Serie an Einsätzen ohne Niederlage. Die letzten 13 Spiele mit dem Nürnberger Talent in der Aufstellung verlor Kroatien nicht. So auch in dieser Länderspielpause, in der man gegen die Schweiz (4:1), Bulgarien (1:0) und Frankreich (1:1) sieben Zähler für die Qualifikation zur U19-Europameisterschaft einfahren konnte und damit die eigene Gruppe anführt. Mandic stand in allen drei Partien über die volle Distanz auf dem Feld.

Frage der Position?

„Wir werden Kristian behutsam aufbauen und ihn entwickeln lassen, damit wir in den kommenden Jahren noch viel Freude an ihm haben können“, kündigte Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou bei der Verpflichtung im vergangenen Sommer an. Das behutsame Aufbauen läuft bis hierhin sehr erfolgreich, sodass die nächsten Schritte – in Richtung Profimannschaft – nur noch eine Frage der Zeit erscheinen.

Das einzige kleine Fragezeichen bleibt dabei die Position. Mandics Profil sowie seine Stärken entsprechen derzeit relativ klar denen eines Halbverteidigers in einer Dreierkette – eine Position, die es zumindest aktuell bei der Mannschaft von Miroslav Klose nicht gibt.

Dass er mit seinen gerade einmal 18 Jahren aber auch noch genügend Potenzial hat, sich für eine Viererkette zu entwickeln, ist ebenfalls klar. Der ein oder andere unnötige Fehler, der in der 2. Bundesliga schneller bestraft wird, sowie eine andere Härte und ein höheres Spieltempo sind Beispiele dafür. Für einen Spieler in seinem ersten Herrenjahr ist Kristian Mandic aber schon extrem weit – und damit ein äußerst vielversprechendes Talent für die nahe Zukunft.