Andere Schützen
In der Hinrunde lag nahezu jeder ruhende Ball beim 1. FC Nürnberg in der Verantwortung von Julian Justvan. In der Rückrunde waren es vor allem Finn Ole Becker und Rafael Lubach, die die FCN-Standards ausführten. Zuletzt fehlten jedoch beide in der Startelf. „Deswegen durfte ich mal wieder ran“, übernahm entsprechend erneut Justvan die Ausführung. „Ich hoffe doch“, sagt er mit Blick darauf, künftig wieder häufiger Standards ausführen zu dürfen – betont aber auch: „Wir haben mit Finn auch einen guten Linksfuß.“
Stark ausbaufähig
Unabhängig vom Schützen sind Standards beim FCN bislang weit von einer Erfolgsgeschichte entfernt. Trotz drei verwandelter Elfmeter verzeichnet der Club insgesamt die zweitwenigsten Tore (6) nach ruhenden Bällen, nur Münster (5) traf bis hierhin seltener. Der Club probierte bereits verschiedene Varianten – mal zum Tor hin getreten, mal vom Tor weg. Wirklich erfolgreich war bislang keine.
Aus 123 Ecken resultierte beispielsweise erst ein einziges Tor: in der Hinrunde beim KSC, als Henri Koudossou nach einem zweiten Ball aus der Distanz traf.
Geeignete Zielspieler
„Ich weiß auch, dass wir da schon ein bisschen unsere Probleme haben“, sagt Justvan. „Da müssen wir weiter dranarbeiten.“ Dabei mangelt es zumindest theoretisch nicht an kopfballstarken Abnehmern: „Wir müssen gucken, dass wir da mehr interessante Bälle reinkriegen. Wenn wir mit Grimaldi, Lochoshvili und Gruber auf dem Platz stehen, dann hast du drei wahnsinnig gefährliche Spieler, die du einsetzen musst.“
„Da müssen wir noch gefährlicher werden“, hält Justvan fest. Für Nürnbergs Zehner spielt es dabei keine Rolle, „ob ich es bin, Becker oder Lubach“, der die Standards tritt – entscheidend ist vor allem die größere Torgefahr.



