Klose-Serie
Seitdem Miroslav Klose Trainer des 1. FC Nürnberg ist, kam es bereits fünfmal vor, dass ein gegnerischer Trainer nach dem Duell mit dem FCN entlassen wurde. Alexander Zorniger, Joe Enochs, Daniel Scherning und Daniel Thioune waren dies in den ersten beiden Saisons des Weltmeisters von 2014.
In der noch jungen Saison traf es Christian Titz. Nachdem Hannover 96 beim Club mit 1:2 verlor, wurde er von den Niedersachsen entlassen. Sein Nachfolger ist mittlerweile der Ex-Profi und vorherige Augsburger Trainer Sandro Wagner.
Wechsel im Vorfeld
Derzeit ist es aber genau andersherum – sodass der Gegner einen Trainerwechsel vor dem Duell mit den Franken vornimmt. Vor dem Testspiel mit dem FC Ingolstadt trennten sich die Schanzer von Sabrina Wittmann, als Nachfolger wurde Achim Beierlorzer installiert, der gegen den Club erstmals an der Seitenlinie stand.
Auch beim nächsten Nürnberger Gegner gibt es nun eine Trennung. „Der VfL Wolfsburg und Co-Trainer Murat Ural haben sich auf die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses zum 1. Oktober 2026 geeinigt“, kommuniziert der Bundesligaabsteiger auf der vereinseigenen Website.
Ural arbeitete zuvor bereits mit Dieter Hecking zusammen. Der ehemalige FCN-Trainer ist derzeit VfL-Geschäftsführer Sport. Ural assistierte ihm bei seiner Station in Bochum und zuletzt in Wolfsburg, wo Hecking als Interimstrainer in der Vorsaison den Klassenerhalt in der Relegation verpasste. „In offenen und transparenten Gesprächen sind wir übereingekommen, die Zusammenarbeit zu beenden. Wir haben sowohl in Bochum als auch hier in Wolfsburg eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet“, erklärt der 62-Jährige.
Andere Vorstellungen?
Ohnehin brachte Wolfsburgs neuer Trainer Tobias Strobl mit Sergej Schmitt einen Co-Trainer nach Wolfsburg, mit dem er bereits beim SC Verl erfolgreich zusammenarbeitete. Und auch beim ehemaligen FCN-Co-Trainer und Analyse-Coach Jerome Polenz dürfte die Art und Weise, wie Strobl über Fußball denkt, eine nicht unwesentliche Rolle bei seinem Wechsel zum VfL gespielt haben.
Mit Ural schien dies offensichtlich nicht so gut gepasst zu haben. „Ich bin überzeugt, dass der VfL Wolfsburg mit der sportlichen Neuausrichtung rasch wieder in die Erfolgsspur zurückkehren wird“, verabschiedet sich der 39-Jährige. Der 1. FC Nürnberg dürfte dies in der kommenden Woche, wenn man die Wölfe zum Spitzenspiel der 2. Bundesliga empfängt, tunlichst verhindern wollen.


