Schwieriger Start
Nach den ersten beiden Spieltagen sah es nicht so aus, als würden die beiden Talente des 1. FC Nürnberg noch länger bei der U19-Europameisterschaft in Wales verweilen. Schließlich hatten Kristian Mandic und Tino Kusanovic da erst einen einzigen Zähler auf der Habenseite. Nachdem die 18-jährigen FCN-Spieler mit der kroatischen Auswahl zum Auftakt mit 1:3 gegen die Ukraine unterlagen, folgte ein 0:0 gegen Italien.
Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Serbien stand damit fest, dass den Kroaten nur ein eigener – möglichst hoher – Sieg sowie eine Niederlage der Italiener zum Weiterkommen reichen würden. So kam es dann auch. Kroatien gewann mit 3:0, Italien unterlag mit 0:1, wodurch die beiden Nürnberger mit ihrer Mannschaft nun mit vier Punkten aufgrund der mehr erzielten Tore im Halbfinale stehen.
Prägend
FCN-Talent Mandic stand bislang in allen drei Partien über die volle Distanz auf dem Feld – als Linksverteidiger. Obwohl er beim Club zentraler aufläuft und auch hier eingeplant ist, wusste er links hinten einmal mehr in der Nationalmannschaft zu überzeugen. So war er beispielsweise am zweiten Gruppenspieltag gegen Italien der Kroate mit der besten Zweikampfquote (67 %). Auch seine Präsenz im Spielaufbau beweist er bis hierhin. Nach den ersten beiden Spieltagen war er der Außenverteidiger des Turniers, der mit Abstand die meisten Pässe (75 pro 90 Minuten) spielte.
Belohnt
Etwas schwieriger verlief der Turnierstart für Kusanovic. Am ersten Spieltag kam er nur als Joker zum Einsatz, am zweiten Spieltag durfte er gut 70 Minuten auflaufen, blieb dabei aber relativ unauffällig. Am Ende des Spiels war er der Kroate mit den wenigsten Ballaktionen und blieb ohne Abschluss. Das sollte sich beim entscheidenden 3:0-Erfolg nun aber ändern. Zwar erzielte er trotz einiger Abschlüsse kein eigenes Tor und scheiterte unter anderem am Aluminium, bereitete aber das zwischenzeitliche 2:0 vor und stand 85 Minuten auf dem Feld.
Gegen Spanien
So dürften die Hoffnungen der kroatischen U19 am Mittwochabend, wenn man auf Spanien trifft, auch auf den beiden Nürnbergern liegen. Die Aufgabe wird aber eine sehr schwere. Schließlich spielten die Spanier eine makellose Gruppenphase. Neben den neun von neun möglichen Punkten ist auch das Torverhältnis von 14:0 durchaus beeindruckend – unter anderem schlug man Deutschland am letzten Spieltag mit 4:0.
Sollten sich Kristian Mandic und Tino Kusanovic durchsetzen, träfen sie am 11. Juli im EM-Finale auf den Sieger der Begegnung zwischen der Ukraine und Deutschland.


