Profi-Comeback nach langer Zeit
Lange ist es her, dass Winners Osawe für die Profis des 1. FC Nürnberg zum Einsatz kam. Beim Testspiel gegen den FC Ingolstadt am Freitag war es dann endlich wieder so weit: Der 19-Jährige wurde in den Schlussminuten für den angeschlagenen Adriano Grimaldi eingewechselt und feierte damit sein Comeback für die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose. Für die Profis war Osawe ohnehin erst zweimal in Pflichtspielen zum Einsatz gekommen – zuletzt im August 2025 am 2. Spieltag der Vorsaison.
24 Stunden später wieder im Einsatz
Fast exakt 24 Stunden später stand Osawe erneut am Valznerweiher auf dem Platz. Diesmal allerdings für die U23 des FCN, bei deren Heimspiel gegen die Zweitvertretung des FC Augsburg er – wie schon in den beiden Partien zuvor – in der Startformation stand.
Den 3:0-Sieg der Wolf-Elf konnte der zentrale Mittelfeldspieler nutzen, um weiter Selbstvertrauen zu sammeln. Mit gleich zwei direkten Torbeteiligungen hatte Osawe maßgeblichen Anteil am Erfolg: Einen Treffer legte er vor, einen weiteren erzielte er selbst.
Tor und Vorlage
Bereits nach 35 Sekunden bereitete Osawe den 1:0-Führungstreffer durch Luca Horst mit einem Steilpass in die Tiefe vor. Beim 2:0 in der 60. Minute – wenige Momente vor seiner Auswechslung – wurde der U17-Welt- und Europameister dann selbst zum Vollstrecker.
Einen Pass des gegnerischen Torhüters ahnte der 1,89 Meter große Rechtsfuß voraus, fing den Ball ab und blieb im Eins-gegen-eins cool. Aktionen, die nach seiner langen Verletzungspause guttun dürften – auch wenn naturgemäß noch nicht alles gelingt.
Osawe „kann komplett Gas geben“
Schließlich hatte sich Osawe während seiner Leihe zum FC Schweinfurt in der vergangenen Rückrunde am Knie verletzt. Inzwischen ist diese Zeit aber abgehakt: „Ich muss gar nicht mehr an mein Knie denken. Ich kann komplett Gas geben“, erklärt er auf FCN.de.
Die Verletzung hat beim 19-Jährigen gleichzeitig für einen anderen Blick auf seine Gesundheit gesorgt: „Man schätzt es viel zu wenig, gesund zu sein. Man nimmt das auf die leichte Schulter, bis man verletzt ist. Jetzt, wo ich wieder auf dem Platz bin, habe ich eine ganz andere Dankbarkeit dafür.“
„Oben wieder anzugreifen“ sei das Ziel
Nach nun rund 170 Minuten in den vergangenen drei Partien für die U23 und seinem Mini-Comeback für die Profis möchte Osawe wieder angreifen: „Erst einmal will ich wieder zu meiner Form zurückkommen, wenn nicht sogar noch besser.“
Daraufhin soll die Rückkehr in den Zweitligakader gelingen: „Der logische Schritt für mich ist, oben wieder anzugreifen und auf einem höheren Niveau zu spielen.“ Mit dem erfolgreichen Wochenende ist Winners Osawe auf diesem Weg schon einmal der nächste wichtige Schritt gelungen.


