Unterschiedsspieler Zoma
Mit 39 Toren stellt der 1. FC Nürnberg die viertschwächste Offensive der 2. Bundesliga. Dass es nicht noch weniger sind, ist unter anderem Mohamed Ali Zoma zu verdanken. An 16 der 39 – und damit an 41% der Treffer – war der FCN-Topscorer direkt beteiligt. Sein elftes Saisontor gelang ihm am letzten Spieltag in Bielefeld, ehe er verletzt ausgewechselt werden musste. „Er kann es noch nicht genau diagnostizieren. Aber ich glaube, es waren die Adduktoren“, sagte Trainer Miroslav Klose im Nachgang laut BILD. Eine genauere MRT-Untersuchung soll am Montag erfolgen – und Aufschluss über die Schwere geben.
Beim FCN wird man stark darauf hoffen, dass man auf den 22-Jährigen nicht noch einmal verzichten muss. Schließlich ist Zoma für die Klose-Elf de facto nicht zu ersetzen. Die anderen gelernten Angreifer konnten insgesamt erst dreimal treffen (2x Scobel, 1x Grimaldi).
Bald ohne Zoma?
Unabhängig davon besteht die Gefahr, dass der Italiener gar nicht mehr für den 1. FC Nürnberg auflaufen wird. Die starken Leistungen Zomas haben das Interesse vieler europäischer Erstligisten geweckt. Wie die BILD berichtet, kann sich der Offensivspieler einen Abgang bereits im Sommer vorstellen. Am liebsten würde er wohl nach Italien zurückkehren, wo er vor seinem Wechsel zum Club für UC AlbinoLeffe in der drittklassigen Serie C auflief – und schon damals bei einigen italienischen Teams auf dem Zettel stand.
Schwere Aufgabe
Egal, ob es „nur“ für die nächsten Wochen oder vielleicht sogar langfristig sein wird – Zoma zu ersetzen, dürfte ein sehr schwieriges Unterfangen werden und intern nahezu unmöglich. Die Kombination aus Tempo, Tiefgang, Ballbehauptung und Abschlussqualität macht ihn so begehrt – und für den 1. FC Nürnberg so schwer zu ersetzen.


