Wollitz vor FCN-Spiel: „Nürnberg ist ja ein Paradebeispiel“

Der Trainer von Energie Cottbus zieht einen Vergleich mit dem 1. FC Nürnberg – und freut sich auf Miroslav Klose.

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Foto: DO IT NOW Media

Paradebeispiel FCN

Während der 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga als „Top-Team“ bezeichnet wird und noch große Ziele für den weiteren Saisonverlauf hat, geht es für Energie Cottbus einzig und allein um den Klassenerhalt. Trainer Pelle Wollitz sieht beim Drittligaaufsteiger schwierige Voraussetzungen – vor allem im Vergleich zur Konkurrenz und zum FCN.

„Nürnberg ist ja ein Paradebeispiel“, zieht er vor dem Aufeinandertreffen am Freitagabend dennoch Parallelen zwischen beiden Vereinen. Dabei bezieht er sich auf die jüngere Vergangenheit des Clubs, der ebenfalls viele Spieler und Leistungsträger abgeben musste, um wirtschaftlich mithalten zu können. „Sie haben schwierige Situationen in den letzten Jahren gehabt, mit sich zu tun gehabt und haben aber Strukturen geschaffen“, erkennt der 61-Jährige an. Ähnliches versucht er derzeit mit den Lausitzern – allerdings „natürlich nochmal auf einer ganz anderen Ebene“.

Respekt vor dem Club und Klose

Bei den Franken lobt Wollitz zudem das vorhandene Know-how, um Top-Talente bestmöglich zu fördern und zu verpflichten: „Das zeigen auch die Marktwerte und Verkäufe der letzten Jahre.“ Dennoch erlebte der Club vor dieser Saison sportlich nicht immer einfache Zeiten: „Sie hatten schon einiges an Gegenwind, auch über den Trainer wurde diskutiert.“

Als Miroslav Klose nicht selten in der Kritik stand, verlängerte der Verein dennoch den Vertrag mit dem Weltmeister von 2014. „Gerade dann hat man Vernunft gezeigt und festgehalten. Jetzt kriegt man die Belohnung mit einer unfassbaren individuellen Qualität“, lobt Wollitz diese Entscheidung. Dabei betont er, dass der eine ehemalige Spieler „etwas mehr Zeit“ und der andere „etwas weniger Zeit“ benötige, um auch als Trainer erfolgreich zu sein – während es manche überhaupt nicht schaffen.

Dazu zählt er Klose aber keineswegs – im Gegenteil. „Er kommt immer sehr bescheiden, demütig und respektvoll rüber“, hebt Wollitz auch die menschliche Art des FCN-Trainers hervor und freut sich auf das Treffen mit ihm am Freitag: „Sie können aber ruhig mal nach längerer Zeit wieder ein Spiel verlieren, da würde ich mich noch mehr freuen.“

Schwere Aufgabe

Gleichzeitig weiß Wollitz, dass dieses Unterfangen alles andere als einfach wird. „Grundsätzlich kann man jede Mannschaft in gewissen Phasen und Momenten Aufgaben stellen“, betont er dennoch. Für seine Mannschaft werde es wichtig sein, gegen den FCN, dessen „Grundgerüst und Statik im Spiel permanent verändert wird“, eine gute Ordnung zu haben und die Tiefe abzusichern.

Gleichzeitig wollen sich die Lausitzer selbst treu bleiben und den Weg nach vorne suchen. Aufgrund der offensiven Nürnberger Spielanlage erwartet Wollitz auch „den ein oder anderen Raum“ für seine Mannschaft. Um diese Räume zu finden und zu nutzen, müsse man zuvor allerdings vieles richtig machen.