FCN habe „verdient mit 3:0 gewonnen“
„Du weißt vor dem ersten Spieltag nie, wo du tatsächlich stehst“, gab Joti Chatzialexiou nach dem 3:0-Auftaktsieg des 1. FC Nürnberg gegen Dynamo Dresden am Sky-Mikrofon zu. Umso zufriedener zeigte sich der Sportvorstand mit dem Auftritt der Mannschaft von Miroslav Klose, die aus seiner Sicht ein „sehr gutes Spiel gemacht“ habe.
„Wir haben individuell die bessere Mannschaft und deswegen verdient mit 3:0 gewonnen“, stellte der 50-Jährige fest. Dabei traf der FCN auf einen Gegner, der in der vergangenen Rückrunde die viertmeisten Punkte der 2. Bundesliga sammelte und seinen Kader weitgehend zusammenhalten konnte – im Max-Morlock-Stadion letztlich aber deutlich unterlegen war – „in der Höhe verdient“, wie Gästetrainer Thomas Stamm bei der Sportschau eingestand.
Chatzialexiou „will gar nicht ins Grübeln kommen“ bei Zoma-Ablöse
Einer der entscheidenden Faktoren für die hohe individuelle Qualität beim FCN ist Mohamed Ali Zoma. Nicht erst seit seinem Dreierpack zum Saisonauftakt sind die außergewöhnlichen Fähigkeiten des 22-jährigen Italieners bekannt. Mit seiner Gala gegen Dresden dürfte er allerdings noch einmal zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.
Wie hoch müsste ein Angebot also ausfallen, damit der Club bei seinem Torjäger doch noch ins Grübeln kommt? Genau damit möchte sich Chatzialexiou am liebsten gar nicht beschäftigen: „Ich will gar nicht ins Grübeln kommen, ich will den Spieler halten.“ Statt über mögliche Ablösesummen zu diskutieren, richtet der Sportvorstand den Fokus auf einen Verbleib – wenngleich er betont: „Die anderen wissen bestimmt auch, dass er kein günstiger Spieler ist.“
Für den ehemaligen DFB-Funktionär sei es schließlich das „Non Plus Ultra“, mit einer „schlagkräftigen Truppe“ in die Saison zu gehen. Zoma sei dafür „ein ganz wesentlicher Baustein“. Anders als noch vor einigen Jahren ist der FCN zudem nicht mehr zwingend auf hohe Transfererlöse angewiesen. Durch die zahlreichen Verkäufe der vergangenen beiden Jahre habe man inzwischen „ein andere wirtschaftliche Stabilität“.
„Entsprechend gehen wir auch die nächsten drei Wochen“, blickt Chatzialexiou auf die verbleibende Zeit bis zum Ende des Transferfensters – und macht den Clubfans Hoffnung auf einen Zoma-Verbleib: „Wir werden alles geben, dass er bleibt.“
„Unser Mittelfeld ist brutal“
Doch nicht nur mit seinem Torjäger zeigt sich der Sportvorstand zufrieden. Auch wenn Chatzialexiou nicht versprechen kann, dass bis zum Ende des Transferfensters nichts mehr passieren wird, sieht er den Kader bereits auf einem guten Niveau: „Wir sehen, dass wir individuell sehr gute Spieler haben – vor allem unser Mittelfeld brutal ist.“
Gemeint ist unter anderem die Achse um Adam Markhiyev, Javi Fernandez und Finn Becker, die gegen Dresden erneut einen starken Eindruck hinterließ. Doch auch die neu formierte Innenverteidigung um Alexios Kalogeropoulos und Fynn Otto überzeugte den Sportvorstand: „Das macht mich glücklich! Jetzt geht es ins Derby und dann schauen wir, es da weitergeht.“
Nach dem gelungenen Saisonauftakt wartet damit direkt das nächste Highlight. Am kommenden Samstag gastiert der 1. FC Nürnberg beim Rivalen SpVgg Greuther Fürth – und hat mit einem Derbysieg die Chance, die nach dem 3:0-Auftakt ohnehin schon gute Stimmung rund um den Club weiter anzuheizen.


