„Wir gehen 90 Minuten Vollgas drauf“: Hat der FCN seine DNA gefunden?

Beim 1. FC Nürnberg weiß man mittlerweile, was man bekommt.

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Foto: DO IT NOW Media

Überzeugender FCN

Der 1. FC Nürnberg weiß in der laufenden Saison zu überzeugen. Nicht nur, weil der FCN auch nach sieben Zweitligaspielen und einer DFB-Pokalrunde noch ungeschlagen ist – sondern vor allem, weil die Mannschaft von Miroslav Klose spektakuläre Leistungen zeigt.

Das jüngste Beispiel dafür ist sicherlich das 4:4 gegen den VfL Wolfsburg. Dabei zeigte sich auch, was den Club stark macht: wenn er selbst das Spiel bestimmen und dem Gegner sein hohes Mann-gegen-Mann-Pressing sowie das variable Spiel mit Ball aufdrängen kann.

Dominanz gefragt

„Wir hatten viel mehr hohe Balleroberungen, was für unser Spiel wichtig ist“, analysierte beispielsweise Julian Justvan die Gründe, warum es in der zweiten Halbzeit besser lief. Vor der Pause hatte der Club zu große Abstände und musste entsprechend viel hinterherlaufen.

Zur Halbzeit sagte man sich, dass man nichts mehr zu verlieren habe, und ging entsprechend all-in. „Dann hatten wir mehr Spielanteile und das liegt uns natürlich auch besser“, muss dies dem Linksfuß zufolge möglichst immer das Ziel seiner Mannschaft sein: „Dann ist mehr Bewegung drin, dann rutscht das Momentum mehr auf unsere Seite und das ist genau das Spiel, was uns auch auszeichnet und das wir haben wollen.“

Immer aktiv

Auffällig ist beim FCN in dieser Saison auch, dass man das aktive Spiel beibehält – selbst wenn man führt. Gegen Wolfsburg wechselte Klose beispielsweise nicht defensiver, sondern jeweils positionsgetreu. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. „Unabhängig vom Spielstand gehen wir 90 Minuten Vollgas drauf, weil das für uns einfach am besten ist und uns am besten liegt“, ist Justvan froh über diesen Ansatz.

Das deckt sich auch mit den Zahlen. In Kloses erster Saison hatte der Club bei eigener Führung lediglich 39 % Ballbesitz, in der Vorsaison waren es 42 % und in der laufenden Spielzeit sind es immerhin 47 %.

Auffällig ist dabei auch die Passquote, die unterstreicht, dass man seiner Spielweise unabhängig vom Ergebnis treu bleibt. In der Vorsaison lag sie bei eigener Führung nur bei 79 %, derzeit sind es 85 %.

So lässt sich festhalten, dass der 1. FC Nürnberg derzeit eine klare spielerische DNA und Ausrichtung gefunden zu haben scheint – die nicht nur spektakulär, sondern bislang auch äußerst erfolgreich ist.