„Wichtiges Ausrufezeichen“: Hecking vor Rückkehr zum FCN

Vor dem Duell mit dem 1. FC Nürnberg spricht der Wolfsburger Geschäftsführer Sport über das Spitzenspiel und seine Rückkehr nach Nürnberg.

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Screenshot: Wölfe TV

Wenig spektakulär

Sowohl als Trainer als auch als Sportvorstand arbeitete Dieter Hecking viele Jahre für den 1. FC Nürnberg. Mittlerweile ist er Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg, mit dem er am Samstagabend beim FCN zu Gast ist.

„Die Rolle war mir aus meiner Zeit beim 1. FC Nürnberg bereits vertraut. Als die Anfrage des VfL kam, habe ich meine Situation nüchtern analysiert: Eine Station im Ausland kam für mich nicht infrage, und mit 62 Jahren noch einmal in der 2. Bundesliga an der Seitenlinie zu stehen, war kein Teil meines Karriereplans mehr“, erklärt er gegenüber der Braunschweiger Zeitung die Hintergründe, warum er die Aufgabe im Sommer annahm, nachdem er zuvor wieder als Trainer gearbeitet hatte.

Dass es in der neuen Rolle nun zum Wiedersehen mit dem FCN kommt, möchte er aber nicht größer machen, als es ist: „Für mich persönlich ist das wenig spektakulär, da ich privat nach wie vor regelmäßig in Nürnberg bin.“

Echtes Spitzenspiel

„Das Besondere ist vielmehr das sportliche Duell: Beide Mannschaften favorisieren ein aktives Pressing und offensiven Fußball. Es ist ein echtes Spitzenspiel der 2. Bundesliga“, blickt Hecking nach vorne – und würde in einem Auswärtssieg ein echtes Statement der Wölfe sehen: „Wenn wir dort mit voller Überzeugung auftreten und punkten, wäre das ein wichtiges Ausrufezeichen für unseren weiteren Saisonverlauf.“

Mit einem Heimsieg könnte der Club den Vorsprung auf den Favoriten jedoch bereits auf acht Zähler ausbauen. Einen besonderen Druck sieht Hecking beim VfL deshalb aber nicht: „Vor der Partie in Nürnberg wird gewarnt, man dürfe keinesfalls den Anschluss verlieren – dabei ist das Spiel noch nicht einmal angepfiffen! Selbst wenn Rückschläge passieren, bedeutet das doch nicht, dass der eingeschlagene Weg falsch ist. Diese Sachlichkeit geht in der Debatte leider oft verloren.“

„Wir bewegen uns derzeit irgendwo zwischen 50 und 100 Prozent“, sieht der ehemalige Nürnberger seinen jetzigen Arbeitgeber noch lange nicht am Maximum – betont aber, dass das spielerische Potenzial „unübersehbar“ sei. Das dürfte am Samstagabend im Duell zweier spielstarker Teams auf die Probe gestellt werden.