Freys nächste Beförderung beim FCN
Der Mittwoch war ein besonderer Tag für Dieter Frey. Schließlich wurde der 54-Jährige offiziell zum neuen Sportvorstand des 1. FC Nürnberg ernannt. Zuvor arbeitete der ehemalige FCN-Profi vor allem im Hintergrund, ohne viel Rummel um seine Person, im Nachwuchsbereich des Clubs.
Nun folgte innerhalb weniger Monate bereits die zweite Beförderung. Erst im Februar hatte Frey nach dem Abgang von Michael Wiesinger zum FC Bayern München die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums übernommen. Mit seiner Ernennung zum Sportvorstand rückt er nun deutlich stärker in die Öffentlichkeit.
„Wenn ich ehrlich sein darf“
Angesprochen auf seinen ersten Tag in der neuen Position, der von Fototerminen, Pressegesprächen und Interviews geprägt war, gab Frey in einem YouTube-Livestream auf dem Kanal des FCN offen zu: „Wenn ich ehrlich sein darf, waren heute ein paar Sachen dabei, die in die Richtung gehen, dass ich im Mittelpunkt stand und das habe ich eigentlich gar nicht so gern.“
Anders sieht es für ihn beim direkten Austausch mit den Anhängern aus. Die Fragerunde mit Mitgliedern und Fans – dem „Herzstück unseres Vereins“ – bezeichnete Frey als einen Termin, bei dem er gerne im Mittelpunkt stehe. Ansonsten kann er auf die zusätzliche Aufmerksamkeit offenbar gut verzichten: „Aber wenn ich die nächsten Tage nicht mehr so im Mittelpunkt stehe, ist es auch nicht schlimm.“
Frey möchte Verantwortung verteilen
Auch die mediale Präsenz will Frey in seiner neuen Funktion nicht unbedingt suchen: „Ich sehe es gar nicht als meine Aufgabe, jedes Mikrofon zu suchen.“
Stattdessen möchte er die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen und auch andere Mitarbeiter stärker einbinden: „Auch da kann man Verantwortung umverteilen, Leute sichtbar machen und mehr Verantwortung geben. Ich muss nicht der sein, der andauernd sichtbar ist.“
Taten statt Worte
Gut möglich also, dass künftig auch Verantwortliche wie beispielsweise Michael Bischof häufiger in der Öffentlichkeit auftreten. Der Technische Direktor des 1. FC Nürnberg äußerte sich in seiner bisherigen Rolle noch nicht vor der Kamera, sondern lediglich in nicht öffentlichen Presserunden.
Dieter Frey selbst scheint jedenfalls wenig Wert darauf zu legen, als Sportvorstand ständig im Vordergrund zu stehen. Vielmehr möchte er auch anderen Verantwortlichen Raum geben, statt die öffentliche Aufmerksamkeit allein auf seine Person zu ziehen.


