Welche Lehren FCN-Trainer Klose aus der WM zieht

Warum Weltmeister Spanien für den Trainer des 1. FC Nürnberg als Vorbild dient.

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Foto: DO IT NOW Media

Weltmeister Klose

Die Weltmeisterschaft dürfte der Trainer des 1. FC Nürnberg so gut kennen wie kaum ein Zweiter. Schließlich nahm Miroslav Klose 2002, 2006, 2010 und 2014 an den Turnieren teil, kam immer mindestens bis in das Halbfinale, wurde Weltmeister und traf dabei in 24 Einsätzen 16-mal.

Erkenntnisse

Selbstverständlich verfolgte er entsprechend auch die WM 2026 – nicht zuletzt auch das Finale mit seinem Trainerteam und einigen Spielern in Gais, wo sich der FCN derzeit im Trainingslager befindet. „Da geht es mehr in Richtung Basics“, lauten die Erkenntnisse des 48-Jährigen aus der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA.

Dass Turniere auf Vereinsebene qualitativ und taktisch oftmals hochwertiger sind, ist ohnehin nicht neu – sondern allein aufgrund der Trainingszeit logisch. So waren auch für Klose vor allem individuelle Dinge auffällig. „Erster Kontakt, alles, was An- und Mitnahme angeht“, nennt er als Beispiele – fügt aber auch „Positionierungen und Abstände zueinander“ an: „Das sind so Sachen, die ich mitnehme.“

Spanien und Körperlichkeit

Eine Nation und deren Art und Weise, Fußball zu spielen, scheint es dem früheren Stürmer dennoch besonders angetan zu haben. „Wenn du Spanien siehst, es bewegen sich immer mindestens zwei Spieler. Einer immer zum Ball und einer in die Tiefe, sodass sie viele Optionen haben“, schwärmt er vom Weltmeister. Demgegenüber stellt er „Körperlichkeit und Physis“, die Teams wie Argentinien oder Außenseiter wie Paraguay an den Tag legten.

Klose, der um sein Faible für Ballbesitzfußball keinen Hehl macht, dürfte entsprechend versuchen, einige Ideen der Spanier auch dem Club mit an die Hand zu geben. Zwar soll seine Mannschaft möglichst fair spielen – eine gewisse Härte könnte sie aber dennoch häufiger an den Tag legen: „Aber es gibt Momente, in denen wir ein Zeichen setzen müssen. Gegen Mannheim hätte ich mir auch gewünscht, dass der ein oder andere Pressball dabei ist und man Akzente setzt.“

Abläufe

Unabhängig von der Weltmeisterschaft betont der Nürnberger Trainer, dass die Prinzipien für die Spielzeit sowohl offensiv als auch defensiv bereits vollständig ausgearbeitet sind. „Jetzt gilt es, alles ineinander zu bringen“, beschreibt er die nächsten Schritte, die er im Trainingslager angehen möchte. Unter anderem der Spielaufbau und das Übergangsspiel sollen besser ineinandergreifen als zuletzt. Beispielsweise hätte sich der Weltmeister von 2014 gegen Mannheim mehr Spielverlagerungen gewünscht. Auf Fortschritt hofft er am Samstag, wenn der FCN im vorletzten Testspiel vor Saisonbeginn auf den italienischen Zweitligisten FC Palermo trifft.