Wegen FCN-Torjäger Zoma: Verpasst Italien eine große Chance?

Die Zukunftsfrage beim Torjäger des 1. FC Nürnberg stellt sich nicht nur auf Vereinsebene.

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Foto: Presidenza della Repubblica / Quirinale.it

Zoma in aller Munde

Mohamed Ali Zoma ist spätestens nach seinem Dreierpack beim 3:0-Auftaktsieg des 1. FC Nürnberg gegen Dynamo Dresden in aller Munde. Vordergründig drehen sich die Diskussionen um seine Person darum, ob der FCN den seit Monaten in Topform befindlichen Torjäger auch über den Sommer hinaus halten kann.

Schließlich erzielte im Kalenderjahr 2026 kein Spieler in Deutschlands ersten drei Profiligen mehr Nicht-Elfmeter-Tore pro 90 Minuten. Entsprechend hoch liegt mittlerweile auch das Preisschild. Aufsichtsratsvorsitzender Peter Meier brachte im Interview mit NN.de sogar eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro ins Spiel.

Zukunftsfrage nicht nur beim FCN

Doch nicht nur auf Vereinsebene stellt sich beim 22-Jährigen die Zukunftsfrage. Schließlich könnte der im italienischen Merate geborene Zoma neben Italien auch für andere Nationalmannschaften auflaufen. Aufgrund seiner familiären Wurzeln kommen auch die Elfenbeinküste und Burkina Faso infrage.

Der Verband Burkina Fasos soll sich bereits um seine Dienste bemüht haben. Wie die BILD berichtete, kam es im Mai sogar zu einem Treffen zwischen Nationaltrainer Amir Abdou und Zoma in Nürnberg.

Noch keine Kontaktaufnahme gab es hingegen offenbar vom italienischen Verband. Das bestätigte der dynamische Rechtsfuß im Nachgang der Partie gegen Dresden. Demnach habe sich Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini bislang nicht beim Clubspieler gemeldet.

Verpasst Italien eine große Chance?

Verpasst Italien hier womöglich eine große Chance? Freilich kann Zoma bislang maximal Zweitliga-Erfahrung aus Nürnberg vorweisen. Doch wie er in der 2. Bundesliga eindrucksvoll beweist, scheint er durchaus für Höheres berufen und angesichts seines Alters von erst 22 Jahren weiterhin entwicklungsfähig.

Gerade für den italienischen Verband, der sich nach der dritten verpassten WM-Teilnahme in Folge in einer sportlichen Krise befindet und im Sommer einen Neustart eingeleitet hat, könnten junge und entwicklungsfähige Spieler wie Zoma interessant werden. Für eine Nominierung mag es derzeit noch zu früh sein – ihn zumindest ins Blickfeld zu nehmen, erscheint angesichts seiner Entwicklung aber durchaus naheliegend.

Italienische Medien werden aufmerksam

Zumal Zomas Name mittlerweile auch vereinzelt in italienischen Medien fällt, wenn es um mögliche neue Gesichter für die Squadra Azzurra geht. Sollte der FCN-Torjäger seine derzeitige Entwicklung fortsetzen, dürfte diese Diskussion eher größer als kleiner werden.

Allzu lange sollte sich Italien mit einer möglichen Kontaktaufnahme womöglich dennoch nicht Zeit lassen. Schließlich scheint mit Burkina Faso bereits ein anderer Verband konkret um Zoma zu werben.