Nahe 100%
Nachdem der 1. FC Nürnberg im Vergleich zur Vorsaison seine komplette Viererkette verlor, ist der FCN auf der Suche nach den Nachfolgern von Luka Lochoshvili und Co. Fynn Otto ist einer der Neuzugänge, der hierfür prädestiniert ist. Fußballerisch stellt der spielstarke Innenverteidiger sogar ein Upgrade dar.
Jedoch bremste den 24-Jährigen zwischenzeitlich eine leichte Zerrung im Oberschenkel. „Das ist jetzt aber völlig verheilt und halb so wild. Ich bin schon nah an den 100 Prozent und sehr gut in Form“, scheint er pünktlich zum Saisonstart jedoch wieder sein Maximum abliefern zu können.
Gute Verbindung
Eine Kostprobe seiner Qualitäten konnte er nicht zuletzt auch im Testspiel in Südtirol gegen den italienischen Zweitligisten FC Palermo abgeben. „Es macht schon Spaß, wenn du weißt, du hast Mitspieler, denen du immer den Ball geben kannst. Das ist sehr wichtig und gibt dir viel Sicherheit“, lobt er auch seine Mitspieler.
Interessant ist dabei auch das Zusammenspiel mit Adam Markhiyev. Der Finne lässt sich situativ zwischen die beiden Innenverteidiger fallen, woraufhin Otto seine Stärke im Andribbeln noch besser einbringen kann: „Es ist immer gut, wenn du einen Sechser hast, der sich immer mal fallen lässt und die Innenverteidigung unterstützt. […] Adam ist natürlich schon der Dreh- und Angelpunkt bei uns im Mittelfeld.“
Der Faktor Fans
Abgesehen davon wurde der gebürtige Wiesbadener auch gefragt, inwieweit sich ein Trainingslager des 1. FC Nürnberg von einem beim SC Verl unterscheidet. „Dass es intensiver ist, würde ich gar nicht sagen“, hat Otto diesbezüglich nur wenige Unterschiede ausgemacht. Stattdessen lief es mit dem FCN in Südtirol „relativ ähnlich“ ab, wie er es auch aus seinen vorherigen Stationen gewohnt war.
Einen entscheidenden Unterschied hat er dann aber doch festgestellt. „Der größte Unterschied sind die Fans. Dass so viele mitkommen, kannte ich zuvor noch nicht. Da war alles etwas kleiner“, lobt er den Nürnberger Anhang. Entsprechend dürfte sich Otto schon sehr darauf freuen, am kommenden Samstag – im Testspiel gegen Real Oviedo – erstmals im Max-Morlock-Stadion vor den Clubfans aufzulaufen.


