Begehrt
Auch wenn er für die Profis des 1. FC Nürnberg bislang erst einen Einsatz absolviert hat, gilt Tino Kusanovic schon seit längerer Zeit als begehrtes Talent. Erst vor kurzem berichtete transfermarkt.de, dass unter anderem Atalanta Bergamo und Juventus Turin Interesse am FCN-Angreifer zeigen sollen. Zuletzt war der 18-Jährige mit der kroatischen U19-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft im Einsatz.
Ohne Kusanovic
Trotzdem wurde er vom Club nicht in den Kader für das derzeit stattfindende Trainingslager in Gais berufen. Ob das daran liegt, dass er einfach noch Zeit benötigt, um sich an den Profifußball zu gewöhnen? „Ich glaube schon“, argumentiert Miroslav Klose.
Stattdessen scheint man sich bewusst dafür entschieden zu haben, dass Kusanovic in der kommenden Saison dauerhaft für die U23 aufläuft und trainiert: „Da haben wir uns klar dafür entschieden, dass es besser ist, dass er wieder eine Heimat hat und nicht zwischen den Mannschaften springt.“
Konstante Leistungen
Dass der 18-Jährige fünfmal 2025/26 in den letzten sechs Regionalliga-Spielen traf, ist dem Nürnberger Trainer natürlich nicht verborgen geblieben: „Am Schluss der Rückrunde ist er erst in Fahrt gekommen, hat mehr gespielt, mehr Selbstvertrauen, sich anders bewegt und auch Tore gemacht.“
Das allein genügte dem 48-Jährigen aber noch nicht, um Kusanovic bereits den sofortigen Schritt in die 2. Bundesliga zuzutrauen: „Aber um hier zu sein, muss man es sich erarbeiten. Er hat es sich erarbeitet, konnte seine Leistungen dann aber nicht mehr auf dem gewissen Level bringen.“
Was sich in der kommenden Saison aber ändern soll, ist die Abstimmung zwischen Profis und U23, von der auch der Offensivspieler profitieren soll: „Er hat bei uns auch lange trainiert und kennt unsere Abläufe. Wir haben es mit der U23 zusammengebracht, sodass sie ähnlich trainieren wie wir. Das decken die genauso ab.“
Adaption nötig
Dass beim gebürtigen Nürnberger der nächste Schritt noch etwas auf sich warten lässt, ist für Klose ansonsten „total nicht negativ zu bewerten“: „Wir wissen sein Alter und wissen, dass es eine Männermannschaft war. Da braucht er einfach noch ein bisschen Adaption.“
Ähnlich sieht es der ehemalige WM-Rekordtorschützenkönig bei Marc Kornwachs und Marco Soldic, die sich ebenfalls noch an den Herrenfußball gewöhnen müssen – wenngleich die beiden im Gegensatz zu Kusanovic derzeit immerhin mit den Profis im Trainingslager unterwegs sind.


