Warum FCN-Trainer Klose für Titz ein „schönes Beispiel“ ist

Vor dem Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Nürnberg hat der Hannover-Trainer lobende Worte für den Club übrig.

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Foto: DO IT NOW Media

Verbesserter FCN

Noch in der Vorsaison war Hannover 96 perfekt in die Saison gestartet – und der 1. FC Nürnberg nahezu das komplette Gegenteil. Nach vier Spieltagen in der 2. Bundesliga hatten die Niedersachsen zwölf Zähler, der FCN lediglich einen. Die Ausgangslage ist ein Jahr später deutlich anders. Der Club steht mit zehn Punkten auf dem zweiten Platz, 96 konnte trotz der hohen Ansprüche nur vier Punkte einfahren.

Das Aufeinandertreffen der beiden Teams am Freitagabend im Max-Morlock-Stadion bringt entsprechend eine gewisse Brisanz mit sich. „Glaube ich nicht“, sieht Gästetrainer Christian Titz aber wenig Gefahr, dass man schon früh in der Saison den Anschluss an die oberen Tabellenplätze verliert.

Warum der FCN deutlich besser punktet, sieht der 55-Jährige unter anderem in der Effizienz der Franken begründet: „Da sind sie sehr konsequent und haben auch schon einige Tore aus der Distanz erzielt. Das gibt dir im Spiel immer eine Sicherheit und Möglichkeit, die Spiele auf deine Seite zu ziehen, wenn du deine Möglichkeiten konsequent ausnutzt. Und das haben sie in den letzten Spielen umgesetzt.“

Beispiel Klose

Dass der Club diese Entwicklung zusammen mit Miroslav Klose durchlief, ist für Titz „ein schönes Beispiel“. Beide pflegen ein gutes Verhältnis miteinander, wie der gebürtige Mannheimer verrät: „Wir tauschen uns intensiv aus, wenn wir aufeinandertreffen.“

Titz, der nach dem Saisonstart in der Kritik steht, sieht dabei nicht zuletzt auch Parallelen zu den wackligeren Phasen des Clubs unter Klose: „Er hat auch schon zwei Phasen hinter sich, die nicht so erfolgreich waren.“ Entsprechend habe der Weltmeister von 2014 auch schon das ein oder andere Schicksalsspiel für sich entschieden – und sei dafür belohnt worden: „Jetzt sind sie daraus gestärkt hervorgegangen. Von daher ist das ein schönes Bild, wie es im Fußball gehen kann.“

Disziplin und Mut

Für das Duell am fünften Spieltag erwartet der ehemalige Magdeburger Trainer eine schwere Aufgabe, da der Club für ihn „eine gute Mannschaft“ sei. „Sie sind gut in die Saison gekommen, möchten dominant sein und haben aber auch im Umschaltspiel eine große Stärke“, lobt er den FCN.

Auch individuell sieht er bei den Franken viele gute Spieler. Neben einem „spielstarken Mittelfeld“ nennt er namentlich vor allem die Offensive. Bei Mohamed Ali Zoma wird es darauf ankommen, dass seine Mannschaft dessen Tempo mitgehen kann und ihm wenig Raum für die Tiefe bietet. Bei Piet Scobel betont er, dass seine Defensive ihn nicht übergeben soll, sondern ihn frühzeitig aufnehmen muss, da er mal den kurzen und mal den langen Pfosten beläuft. Julian Justvan gilt es ebenfalls in den Griff zu bekommen, da er gerne das Mittelfeld überlädt und einen guten Abschluss aus der Distanz mitbringt.

Selbst kündigt er an, dass seine Mannschaft einen Mix aus „Disziplin und Mut“ an den Tag legen muss, um den zweiten Saisonsieg in der Liga einfahren zu können – und um die Diskussionen rund um seine Person etwas abebben zu lassen.