Warum der FCN für Ceresoli „die erste Wahl“ war – obwohl er in Italien bleiben wollte

„Träumen kostet nichts“ – der Neuzugang über seine Ziele beim 1. FC Nürnberg.

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Foto: FCN.de

Noch immer Fan

Im Sommer wechselte Andrea Ceresoli aus Italien zum 1. FC Nürnberg. Vor seinem Transfer zum FCN lief er für Benevento Calcio auf und stieg mit dem Verein von der Serie C in die Serie B auf.

„Ich verfolge alle Spiele von Benevento. Ich habe sowohl zu den Mitspielern als auch zur Stadt und zur gesamten Mannschaft eine enge Verbindung aufgebaut. Ich bin ihr größter Fan“, sagte er der italienischen Lokalzeitung Il Sannio Quotidiano über seine Verbundenheit mit dem Ex-Verein.

(Nicht) die erste Wahl

Gerne wäre Ceresoli auch über den Sommer hinaus bei Benevento geblieben, wohin er von Atalanta Bergamo verliehen war: „Ich hatte gedacht und gehofft, mit Benevento in der Serie B spielen zu können.“ Aus anderen Gründen kam es jedoch nicht dazu.

„Als ich vom Interesse Nürnbergs erfahren habe, war der Club meine erste Wahl“, erklärte der Linksverteidiger. „Es ging alles sehr schnell. Ich habe diese Herausforderung mit Begeisterung angenommen und bin froh, hier zu sein.“

Umstellung

Während Ceresoli die Bedingungen und Trainingsmöglichkeiten in Nürnberg als „fantastisch“ bezeichnet, war die Umstellung vom italienischen auf den deutschen Fußball dennoch nicht einfach: „Der erste Monat war wie ein Trainingslager. Jetzt fühle ich mich körperlich gut und auch spielerisch besser, weil der Fußball hier etwas anders ist als bei uns.“

Ähnliche Spielideen

Ceresoli äußert sich auch positiv über Clubtrainer Miroslav Klose: „Er ist intelligent, spricht perfekt Italienisch, ist jung und hat enorm viel Ehrgeiz. Er ist immer ansprechbar und außerdem ein guter Trainer – das zeigen die Ergebnisse.“

Auch die Spielweise beim FCN erinnert ihn an seine Rolle in der Vorsaison: „In ihrer Spielweise sind sie ähnlich. Wir spielen mit einem 4-2-3-1, und auch Klose fordert von mir immer wieder, ins Zentrum zu kommen.“

Träumen erlaubt

Bislang kam der 23-Jährige noch in keinem Pflichtspiel für seinen neuen Verein zum Einsatz. Während der Länderspielpause konnte er im Testspiel gegen den FC Ingolstadt aber bereits andeuten, wie technisch versiert und spielstark er ist. Gleichzeitig leistete er sich noch den einen oder anderen unnötigen Ballverlust zu viel. Auch Klose bemängelte dies anschließend gegenüber Bild: „Andrea hat Ruhe am Ball, hat es dann aber ein, zweimal übertrieben.“

Ceresoli selbst hofft, in den kommenden Wochen „möglichst viel Spielzeit“ zu erhalten. Angesichts des guten Saisonstarts ist für seine Mannschaft noch einiges möglich: „Wir stehen auf Platz zwei. Träumen kostet nichts.“