FCN gegen viele Abstiegskandidaten
Der 1. FC Nürnberg spielt im Abstiegskampf der 2. Bundesliga das Zünglein an der Waage. Während man selbst als Tabellenachter mit acht Punkten Vorsprung auf Rang 16 in sicheren Fahrwassern unterwegs ist, kämpfen die Gegner des FCN aktuell ums Überleben.
So zuletzt Eintracht Braunschweig, die sich nach dem Punktgewinn gegen den Club auf Rang 14 wiederfinden. Auch die kommenden vier Gegner stehen allesamt hinter Platz zehn und sind maximal zwei Punkte vom direkten Abstiegsplatz entfernt.
Dresden mit empfindlichem Verlust
Am kommenden Wochenende wartet mit Dynamo Dresden eine weitere Mannschaft, die punktgleich mit Rang 17 als Tabellenfünfzehnter im Max-Morlock-Stadion gastiert.
Nach nur einer Niederlage aus den ersten neun Rückrundenspielen setzte es für den Aufsteiger zuletzt zwei knappe Pleiten gegen Paderborn und Hertha. Bei der jüngsten 0:1-Heimniederlage gegen die Berliner verloren die Sachsen jedoch weit mehr als nur ein Spiel – mit direkten Auswirkungen auf das wichtige Auswärtsspiel in Nürnberg.
Mittelfeldachse fehlt in Nürnberg
Denn innerhalb von nicht einmal zwei Minuten – in der 26. und 27. Minute – verlor Dynamo sein komplettes Mittelfeldzentrum. Sowohl Kofi Amoako als auch Robert Wagner, die die Achse in Trainer Thomas Stamms 4-2-3-1 bilden, sahen ihre fünfte gelbe Karte und werden gesperrt fehlen.
Während Wagner seit Spieltag 22 ligaweit die meisten Kilometer aller Spieler abspult, hat Amoako mit seinen Leistungen bereits Interesse aus der Serie A und der Bundesliga geweckt.
Ein herber Verlust für die Dresdner – von deren Mittelfeldachse bleibt damit nur noch Zehner Niklas Hauptmann (bereits fünf Tore und sieben Vorlagen). Doch selbst 29-Jährige ist angeschlagen, soll nach BILD-Informationen zunächst das Training aussetzen, für Nürnberg aber wahrscheinlich fit werden.
Gute Chancen für den FCN
Für den 1. FC Nürnberg dürfte sich die ohnehin vorhandene Favoritenrolle damit weiter verstärken. Schließlich steht der Club nicht nur tabellarisch deutlich vor Dynamo, sondern präsentiert sich auch heimstark: Nur eines der letzten zehn Heimspiele bei sechs Siegen ging verloren, insgesamt Rang sechs in der Heimtabelle zu Buche.
Insofern stehen die Chancen gut, im Heimspiel gegen ein ersatzgeschwächtes Kellerkind mit einem Sieg die 40-Punkte-Marke zu knacken – wenngleich Dynamo Dresden angesichts seiner guten Rückrunde (ein Punkt mehr als der FCN) sicherlich auch ohne Wagner und Amoako an seine Chance glauben wird.


