„Vor einem Monat noch verspottet“: Ex-FCN-Trainer Klaus Tabellenführer nach Sieg gegen Yaya Touré

Einer internationalen 0:6-Klatsche stehen nun 19:2 Tore in der Liga für den ehemaligen Trainer des 1. FC Nürnberg gegenüber.

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Böse Klatsche für Ex-FCN-Trainer

„Jetzt fehlen hier nur noch Pocken und Krätze.‘“, kommentierte der Fußballexperte und ehemalige Trainer Vladimír Koník live im slowakischen Fernsehen, nachdem DAC Dunajská Streda in der Conference-League-Qualifikation bei Twente Enschede mit 0:6 unterging – ein äußerst bitterer Abend für einen ehemaligen Trainer des 1. FC Nürnberg. Denn seit Saisonbeginn leitet Robert Klauß, zwischen 2020 und 2022 beim FCN an der Seitenlinie, die Geschicke beim slowakischen Erstligisten.

Tabellenführer nach Sieg gegen Dauermeister

„Vor einem Monat noch von Kritikern aus allen Teilen der Slowakei verspottet und heute hat man gut lachen“, schreibt nun sport.sk. Denn seit diesem internationalen Ausscheiden konnte die Klauß-Elf all ihre Ligaspiele gewinnen. So auch am vergangenen Wochenende, als man Meister Slovan Bratislava mit dem ehemaligen Weltklassefußballer Yaya Touré als Coach mit 2:0 schlug und sich im Saisonverlauf an die Tabellenspitze „robbte“. Nach sechs Spieltagen steht DAC nun mit 16 Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 19:2 auf Rang eins.

Ein großer Erfolg gegen den klaren Favoriten: „Wir haben uns gesagt: ‚Wir wissen, dass Slovan achtmal in Folge die Meisterschaft gewonnen hat. Aber wir spielen nicht gegen einen Ligameister, sondern gegen elf Spieler aus Fleisch und Blut.‘ [..] Es spielt keine Rolle, was in den vergangenen Jahren passiert ist, sondern was jetzt passiert. Im Fußball ist es enorm wichtig, sich auf das zu konzentrieren, was man beeinflussen kann“, kommentierte Klauß einen „großartigen Abend“.

Typischer RB-Fußball

Offenbar konnte der ehemalige Nürnberger seine von der RB-Vergangenheit geprägte Idee von Fußball inzwischen implementieren. Laut Einschätzung von DAC-Kapitän Filip Blazek spielt die Mannschaft unter Klauß nun deutlich direkter: „Unter Trainer Klauß geht es mehr um Intensität, Pressing, vertikale Pässe und eine allgemeine Beschleunigung des Spiels. Da wir nach deutscher Schule spielen, steht das Pressing an erster Stelle. Jeder muss wissen, wann gepresst werden muss, damit das Zusammenspiel als Ganzes funktioniert – darauf legen wir derzeit den größten Wert.“

Vorläufiger Höhepunkt

Es sieht ganz danach aus, als wäre Robert Klauß nach anfänglichen Schwierigkeiten bestens in der Slowakei angekommen. „Die Niederlage gegen Twente tut uns immer noch weh und ärgert uns, aber sie war eine große Lektion für uns“, blickte der 41-Jährige auf die böse Klatsche zurück.

Seitdem hat Klauß mit seiner Mannschaft eine beachtliche Entwicklung genommen – mit dem vorläufigen Höhepunkt am vergangenen Wochenende: „Wir haben daran gearbeitet und heute sind wir besser. Slovan spielt in der Champions League, befindet sich auf einem hohen Niveau – und wir haben sie geschlagen. Das zeigt, dass wir uns weiterentwickelt haben.“