Von Chatzialexiou geehrt: Wolfs Allzweckwaffe ist einer der Dienstältesten beim FCN

Nur Reichert, Mathenia und Menig stehen noch vor ihm: Benedikt Kirsch spielt bereits seit über drei Jahren eine wichtige Rolle beim 1. FC Nürnberg.

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Foto: FCN.de

Routiniers als Stütze der U23

In erster Linie soll die U23 des 1. FC Nürnberg Talenten aus dem Nachwuchs den Übergang in den Profifußball ermöglichen. So liegt der Altersschnitt des Kaders des kleinen Clubs in dieser Saison bei gerade einmal 21,1 Jahren. Einer, der diesen Wert neben Kapitän Fabian Menig deutlich nach oben zieht und zugleich zu den wichtigsten Stützen der Mannschaft zählt, ist Benedikt Kirsch.

Einer der Dienstältesten beim FCN

Seit mittlerweile über drei Jahren ist der 30-Jährige am Valznerweiher zu Hause – mit dem Höhepunkte der Regionalliga-Meisterschaft in der vergangenen Saison. Gemessen an seinen Einsätzen gehört Kirsch inzwischen zu den dienstältesten Spielern im Herrenbereich des FCN. Lediglich Jan Reichert (162), Christian Mathenia (159) und Teamkollege Fabian Menig (130) haben unter den aktuellen Akteuren mehr Spiele für die U23 und/oder die Profis auf dem Buckel.

In dieser Saison überschritt der gebürtige Regensburger die Marke von 100 Pflichtspielen für die zweite Mannschaft. Eine Leistung, die der Verein vor zwei Wochen mit einer besonderen Geste würdigte: Der scheidende Sportvorstand Joti Chatzialexiou überreichte Kirsch zur Ehrung ein Bild. „Es ist die vierte Saison. Joti hat mir das Bild überreicht. Das war sehr cool vom Verein. Ich fühle mich hier wohl und mir macht die Aufgabe Spaß“, erzählt der Mittelfeldspieler, der mittlerweile bei 106 Regionalliga-Einsätzen für den FCN steht. Laut Transfermarkt kamen lediglich sechs Spieler häufiger für die Nürnberger U23 zum Einsatz.

Besondere Aufgabe von Wolf

Zuletzt erhielt Kirsch von Trainer Andreas Wolf eine besondere Aufgabe. Denn in den beiden jüngsten Partien gegen den FC Bayern II und bei der SpVgg Bayreuth spielte der eigentliche Mittelfeldspieler in der Innenverteidigung. Eine Position, die für ihn allerdings nicht völlig neu ist.

„Ich habe es schon ein paar Mal gespielt in den letzten Jahren. Jetzt hat mich der Trainer da aufgestellt. Es hat gegen Bayern ganz gut funktioniert, gegen Bayreuth war es auch ganz okay. Ich kann Sechser und Innenverteidiger spielen“, hat Kirsch kein Problem mit seiner neuen Rolle. Auch Wolf zeigte sich zufrieden und erklärte den Gedanken hinter der Umstellung: „Bene hat es auf der Position gut gemacht und wir wollten eine spielerische Komponente reinbringen.“

Allzweckwaffe Kirsch

Ohnehin ist Kirsch vielseitig einsetzbar. Auch im Mittelfeldzentrum übernahm er in der Vergangenheit unterschiedliche Aufgaben – mal als Sechser, mal als Achter oder sogar in einer offensiveren Rolle. Eine Flexibilität, die gerade einer Mannschaft mit vielen jungen Spielern zugutekommt, die sich auf dem Weg in den Herrenfußball noch entwickeln und ausprobieren sollen.

„Das ist meine Aufgabe hier. Ich gucke, wer neben mir spielt, wer vor mir spielt, wer hinter mir spielt. Dementsprechend passe ich das Spiel an. Das ist die Rolle hier als Erfahrener. So wie mich die Mannschaft braucht, spiele ich es“, gibt sich Kirsch uneigennützig. Statt auf einer bestimmten Position zu bestehen, richtet er sein eigenes Spiel danach aus, was die Mannschaft gerade benötigt.

Kirsch blickt nach oben

Nicht nur Andreas Wolf dürfte froh darüber sein, auf eine derart routinierte Stütze zurückgreifen zu können, die es den jungen Spielern um sich herum leichter macht, sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig hält Kirsch bei allem Fokus auf die Talentförderung auch den sportlichen Erfolg im Blick.

„Wir haben Schritte gemacht und noch ein paar Schritte zu gehen bis zum Winter“, sagt er über die bisherige Saison, in der sich die U23 nach 16 Spielen auf dem neunten Tabellenplatz befindet. Nach dem holprigen Saisonstart hat sich die Mannschaft inzwischen gefangen. Entsprechend lautet Kirschs Credo für die kommenden Wochen: „Wir sind froh, dass wir uns hinten herausgekämpft haben, und jetzt schauen wir nach oben.“