Vierter Wechsel seit FCN-Abschied: Vertragsloser Mühl wieder auf Vereinssuche

Der 29-Jährige ist nach seiner langen Zeit beim 1. FC Nürnberg weiter auf der Suche nach Beständigkeit.

1. FC Nürnberg FCN News Analyse Lukas Mühl Ex-Spieler
Foto: Granada, 20190428 DFL 1. Bundesliga FCN - FCB 850 0569, CC BY-SA 4.0

Von 3.000 Euro brutto zum gestandenen FCN-Profi

Zehn Jahre lang, zwischen 2011 und 2021, schnürte Lukas Mühl die Fußballschuhe für den 1. FC Nürnberg. Der gebürtige Niederbayer arbeitete sich über sämtliche Nachwuchsmannschaften bis zu den Profis nach oben. Angefangen mit einem Monatsgehalt von 3.000 Euro brutto, das er für seinen ersten Vertrag erhielt, wie er einst im Podcast KINTZEL MINDSET verriet, entwickelte er sich zu einem gestandenen Profispieler. Insgesamt absolvierte Mühl 133 Pflichtspiele für den Club – 31 davon in der bislang letzten Nürnberger Bundesligasaison 2018/2019.

Unglückliche drei Jahre inklusive „skurriler Situation“

Zwei Jahre nach dem Bundesliga-Abstieg verließ Mühl den FCN nach insgesamt zehn Jahren – und scheint seitdem auf der Suche nach Beständigkeit zu sein. Denn in diesem Sommer steht für den 29-jährigen Innenverteidiger bereits der vierte Vereinswechsel seit seinem Abschied aus Franken im Jahr 2021 an.

In der vergangenen Saison stieg der ehemalige U20-Nationalspieler mit dem FC Winterthur aus der Schweizer Super League ab. Nach zwei durchwachsenen Jahren ist Mühl nun vereinslos und auf der Suche nach einem neuen Klub. Bereits im vergangenen Herbst, als er über Monate hinweg nicht mehr zum Einsatz kam, sprach er offen von „einer frustrierenden Zeit“ und bemängelte gegenüber seiner Heimatzeitung die „fehlende Wertschätzung“: „Es ist eine sehr skurrile Situation und bislang habe ich leider keine Begründung bekommen, warum ich raus bin“, sagte er damals.

Bereits zuvor hatte Mühl ein enttäuschendes Jahr inklusive Verletzungsproblemen in der Serie B bei Spezia Calcio erlebt. Dadurch kam der Innenverteidiger in den vergangenen drei Spielzeiten insgesamt lediglich auf 46 Ligaeinsätze. In den ersten beiden Jahren nach seinem FCN-Abschied spielte er bei Austria Wien dagegen noch eine tragende Rolle und führte die Mannschaft zwischenzeitlich sogar als Kapitän aufs Feld – eine Stellung, die er seither bei keinem Verein mehr einnehmen konnte.

Wichtiger Karriereschritt steht bevor

So steht Mühl im mittlerweile gehobenen Fußballeralter von fast 30 Jahren vor einem wichtigen Karriereschritt. Wohin es das Nürnberger Eigengewächs ziehen wird, ist derzeit noch offen. Eine Rückkehr nach Deutschland scheint durchaus denkbar. „Das ist natürlich immer eine Option“, sagte er bereits im November. Vielleicht kommt es ja irgendwann sogar zu einem Wiedersehen mit seiner Jugendliebe, dem 1. FC Nürnberg – wenn auch nur als Gegner auf dem Platz.