FCN wollte Koudossou offenbar nicht kaufen
Auch wenn Henri Koudossou aufgrund einer schweren Sprunggelenksverletzung dem 1. FC Nürnberg in der vergangenen Saison zwischenzeitlich mehrere Monate fehlte, deutete der Leihspieler vom FC Augsburg in seinen 14 Einsätzen an, über welches Potenzial er verfügt. Insofern hätte man den 26-jährigen Rechtsverteidiger beim FCN wohl durchaus gerne weiterhin gesehen.
Dazu kam es bekanntermaßen nicht. „Bei Henri hätte es auch eine Möglichkeit gegeben, ihn zu behalten“, offenbarte Joti Chatzialexiou. Aufgrund finanzieller Rahmenbedingungen habe man sich allerdings gegen einen festen Transfer entschieden: „Aber er hat nun mal ein Preisschild.“ Stattdessen verpflichtete der Club mit Giannis Masouras von Omonia Nikosia einen neuen Rechtsverteidiger. „Deshalb haben wir uns dagegen entschieden, weil wir gesagt haben, wir wollen da vielleicht auch einen ablösefreien Spieler“, erklärte der Sportvorstand.
Wechsel zu Ligakonkurrenten
Nun hat sich allerdings ein anderer Zweitligist dazu entschieden, Koudossou vom FC Augsburg fest zu verpflichten. Arminia Bielefeld vermeldete den Transfer am Donnerstag offiziell: „In Bielefeld unterschreibt er einen langfristigen Vertrag. Über die Transfermodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen“, heißt es in der Mitteilung.
Nach Informationen der Augsburger Allgemeinen soll sich die Ablöse auf eine Summe „im mittleren sechsstelligen Bereich, die sich durch Boni auf knapp eine Million Euro erhöhen kann“, beziffern. „Zudem sicherten sich die Augsburger eine Beteiligung an einem möglichen Weiterverkauf.“
„Wir verfolgen Henri schon mehrere Jahre und sind sehr froh, dass es jetzt mit einem festen Transfer zu uns geklappt hat und er sich für Arminia Bielefeld entschieden hat“, erklärt Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel.
Damit kommt es also schneller als gedacht zum Wiedersehen zwischen dem 1. FC Nürnberg und Henri Koudossou, wenn die Franken in der kommenden Zweitliga-Saison auf die Ostwestfalen treffen. „Ich möchte in Bielefeld den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir unsere Ziele erreichen“, freut sich Koudossou auf seine neue Aufgabe.


