Trotz Viererkette: Warum sich Otto für den FCN entschied

Nicht nur die sportliche Perspektive sprach für den 1. FC Nürnberg.

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Foto: FCN

Pro FCN

Fynn Otto machte mit seinen Leistungen in den letzten Jahren nicht nur den 1. FC Nürnberg auf sich aufmerksam. „Natürlich hat man sich auch mit anderen Mannschaften unterhalten“, macht der ehemalige Verler keinen Hehl daraus. Dass er sich am Ende für den FCN entschied, hing unter anderem damit zusammen, dass das Bauchgefühl „sofort gepasst“ hat.

Auch der Kontakt mit dem ehemaligen Nürnberger Kapitän Fabio Gruber half Otto bei seiner Entscheidungsfindung. Ein weiteres Argument war die Nähe zu seiner Heimat Frankfurt: „Das ist zweieinhalb Stunden von hier. Die Lage ist top – und das Bundesland Bayern finde ich generell sympathisch.“

Spielstark

Der entscheidende Faktor dürfte bei einem Wechsel aber zweifelsfrei die sportliche Passung und Perspektive sein. „Natürlich war das auch ein Gedanke“, sieht er die Nürnberger Vorstellungen, Fußball zu spielen, als passend für sich an. Schließlich steht der 24-Jährige wie kaum ein anderer für spielerische und progressive Lösungen im Spielaufbau. Dass er in der vergangenen Saison die meisten Pässe aller Drittligaspieler spielte, ist nur eine von etlichen Zahlen, die symbolisch dafür steht.

„Da wollte ich nur Fußball spielen, auf Teufel, komm raus. Das ist jetzt natürlich anders“, war dies in seiner Jugendzeit offensichtlich sogar noch deutlich extremer ausgeprägt. Auch wenn er betont, dass er gelernt habe, je nach Situation und Gegnerdruck abzuwägen, zeichnet ihn zweifelsfrei nach wie vor das Fußballerische aus: „Aber trotzdem ist das meine Stärke, das Spielerische und da macht es natürlich Sinn, zu einem Verein zu gehen, der das Spielerische auch fördert.“

Fan einer Dreierkette

Der 1. FC Nürnberg plant, auch in der kommenden Spielzeit mit einer Viererkette aufzulaufen. Auch beim SC Verl verteidigte Otto in einer Viererkette. Überraschenderweise favorisiert er grundsätzlich eher eine Dreierkette: „Ich finde Dreierkette cool. Entweder halbrechts oder halblinks, weil man dann nochmal viel mutiger andribbeln kann und eben einer mehr ist, der nochmal absichert.“

Mit anderen Worten: Otto ist ein Innenverteidiger, der extrem gerne mit dem Ball am Fuß mutig andribbelt und so den Gegner vor Entscheidungen zwingt. Sein Wunsch nach einer Dreierkette dürfte sich damit vor allem auf das Spiel mit Ball beziehen. Hier betont FCN-Trainer Miroslav Klose, dass man flexibel sein möchte und schließt diese Option – beispielsweise durch einen abkippenden Sechser – keinesfalls aus.

In diesem Szenario könnte der Neuzugang aus Verl seine Stärken mit Ball idealerweise einbringen – und wäre darüber hinaus für den Fall eines Ballverlustes gut abgesichert. „Ich glaube, das ist der richtige Schritt für mich“, freut sich Fynn Otto unabhängig von der Struktur schon auf seine ersten Einsätze für den 1. FC Nürnberg.