Starkes Duo
Für den 1. FC Nürnberg verzeichneten beide in der vergangenen Saison vor allem im Spiel gegen den Ball absolute Topwerte. Nicht nur beim FCN, sondern auch bei den jeweiligen Gegenspielern innerhalb der 2. Bundesliga fiel dies auf.
So zog Fabio Gruber das Interesse mehrerer Bundesligisten auf sich und wechselte erst vor wenigen Tagen zum FSV Mainz 05. Auch sein Partner in der Innenverteidigung – Luka Lochoshvili – ist seit längerer Zeit heiß begehrt. Zuletzt berichtete der kicker, dass zahlreiche europäische Erstligisten den Linksfuß auf dem Zettel haben.
Trotz des personellen Umbruchs ist der FCN in der defensiven Zentrale aber alles andere als schlecht aufgestellt. Mit Fynn Otto und Alexios Kalogeropoulos konnte man bereits zwei Spieler für die Position verpflichten.
Sehr spielstark
Otto spielte 2025/26 die meisten Pässe (78 pro 90 Minuten) in der 3. Liga. Das lag sicherlich auch an der Spielweise der Verler Mannschaft, aber eben auch am 24-Jährigen. Der spielstarke Nürnberger Neuzugang bringt somit schon ein etwas anderes Profil als das Duo aus der Vorsaison mit. Immer wieder ist Otto auf der Suche nach flachen und spielerischen Lösungen.
Zudem gilt er als guter Ballträger aus der Defensive, der somit auf verschiedene Arten und Weisen für Progression im Spielaufbau sorgen kann. Gleichzeitig verzeichnete er auch in der Defensive sowohl im Boden- als auch im Luftzweikampf exzellente Werte.
Gruber-Parallelen
Der aus Griechenland verpflichtete Kalogeropoulos erinnert hingegen deutlich mehr an Gruber. Nicht zwingend aufgrund ihres Profils, sondern aufgrund ihrer Führungsqualitäten in jungen Jahren. Gruber war bei seiner Station in Verl der jüngste Kapitän im deutschen Profifußball, auch beim Club wurde er schnell Spielführer. Kalogeropoulos gilt als lautstarker Kommunikator und Organisator der Defensive, der unter anderem auch deshalb Kapitän der griechischen U21-Nationalmannschaft ist.
Parallel dazu ist er als Innenverteidiger sehr komplett. Unter anderem bringt er ein hohes taktisches Verständnis mit, verteidigte bereits in einer Vierer- und Fünferkette und ist nahezu beidfüßig. Mit seiner Ruhe am Ball und seinem guten ersten Kontakt stellt er fußballerisch gegenüber Gruber sogar ein Upgrade dar.
Nicht vergessen
Der dritte neue Spieler, dem man die Rolle des Stamm-Innenverteidigers zutrauen kann, ist gar nicht mehr ganz neu. Bereits im Winter verpflichtete der FCN Styopa Mkrtchyan. Das erste halbe Jahr in Franken verlief für den 23-Jährigen unglücklich. Seit mehreren Wochen absolviert der armenische Nationalspieler ein Reha-Programm und fehlte auch im Saisonendspurt verletzungsbedingt.
Nichtsdestotrotz verfügt Mkrtchyan zweifelsfrei über die nötigen Anlagen, um sich beim Club durchzusetzen. Der Linksfuß deutete dies bei seinen bisherigen drei Einsätzen durchaus an. Gute Lösungen mit dem Ball am Fuß sowie ein gutes Timing im Nach-vorne-Verteidigen gehören zu seinen Stärken. Dass man eine Ablöse von laut Medienberichten kolportierten 800.000 € bezahlte, unterstreicht das Potenzial, das man beim FCN in ihm sieht.
Gut aufgestellt
Dass ein Umbruch und neues Personal immer ein gewisses Risiko sowie etwas Anpassungszeit mit sich bringen, ist nicht nur beim 1. FC Nürnberg der Fall. Dieser ist aber bereits weit vor dem Trainingsbeginn in der Innenverteidigung so aufgestellt, dass man auf dieser Position bezüglich der Kaderqualität durchaus optimistisch sein darf.


