Lange Leidenszeit
Beim 1. FC Nürnberg erlebte Benjamin Goller sehr unschöne Monate. In der Saison 2024/25 lief er neunmal für den FCN auf, stand aber zwischenzeitlich monatelang nicht im Spieltagskader. Noch schlimmer verlief die darauffolgende Spielzeit, in der er ohne einen einzigen Einsatz für die Profis oder die U23 blieb. „Ich kann es kaum erwarten, nach über einem Jahr wieder Fußball spielen zu dürfen“, freute er sich entsprechend über den sportlichen Neuanfang beim SSV Ulm, der in die Regionalliga Südwest abgestiegen war.
Die Misere des Flügelspielers ging aber nahtlos weiter. In der Vorbereitung zog er sich einen Schlüsselbeinbruch zu, woraufhin eine mehrmonatige Reha folgte.
Guter Einstand
Am 6. Spieltag – am 8. September – stand Goller nach überstandener Verletzung erstmals wieder im Kader und wurde prompt eingewechselt. Sein erstes Tor für die Ulmer erzielte er vier Tage später gegen den FSV Frankfurt, als er nach Einwechslung zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung traf. „Ich hoffe, jetzt schnellstmöglich zu 100 Prozent zu kommen, damit ich der Mannschaft auf jeden Fall komplett weiterhelfen kann“, äußerte er sich gegenüber der Südwest Presse.
Am vergangenen Samstag stand er erstmals in der Startelf – und lieferte per Flanke eine Torvorlage beim 2:2-Unentschieden in Sandhausen. Zehn Minuten nach der Halbzeit war sein Tank leer und er wurde ausgewechselt: „Das war auch okay. So ein Spiel tut mir gut. Nur so gibt’s die Körner, das geht nur über den Spielrhythmus.“
Tabellenletzter
Dennoch stehen die Ulmer nach acht Spieltagen mit lediglich vier Punkten ohne einen einzigen Sieg auf dem letzten Tabellenplatz. Damit droht den Spatzen nach dem direkten Abstieg aus der 2. Bundesliga über die 3. Liga in die Regionalliga nun der komplette Absturz nach unten.
Goller gilt nun als einer der Hoffnungsträger, um das Formtief zu stoppen. „Dass der gebürtige Reutlinger das Potenzial zum Unterschiedsspieler hat, hatte er bereits in der Sommervorbereitung gezeigt“, lobt die Südwest Presse den 27-Jährigen.


