Highlight
Miroslav Klose kennt Topspiele vor einer großen Kulisse nicht nur als Trainer des 1. FC Nürnberg, sondern vor allem als Spieler bestens. Für Tobias Strobl, der seit dieser Saison beim VfL Wolfsburg im Amt ist, ist das hingegen noch eine neue Erfahrung. Der 38-Jährige trainierte nach einigen Stationen in der Regionalliga Bayern zuletzt den SC Verl in der 3. Liga. Auch als Spieler schaffte er es „nur“ bis in die Regionalliga.
Für den Wolfsburger Trainer ist es insofern eine neue Erfahrung, unter diesen Rahmenbedingungen ein solches Spiel zu bestreiten. „Natürlich ist es eine coole Atmosphäre. 20:30 Uhr, Flutlicht und ein fast ausverkauftes Max-Morlock-Stadion“, macht er keinen Hehl daraus.
Dass er gebürtig aus Ingolstadt kommt, macht die Sache für ihn noch besonderer: „Für mich persönlich hat es einen Charme, weil es in Bayern ist.“ Insofern erwartet Strobl auch einige Freunde und Familienangehörige im Stadion.
Challenge
Gleichzeitig betont der VfL-Trainer, wie schwer die Aufgabe für seine Mannschaft gegen den Club wird. „Sie haben saisonübergreifend elfmal nicht verloren, das spricht für sie. Sie haben die letzten fünf Heimspiele gewonnen, das spricht auch für sie“, zählt er zunächst einige Fakten über den FCN auf. „Sie sind eine gestandene Mannschaft, die es geschafft hat, Eckpfeiler zu halten“, betont er zudem die Qualität des Nürnberger Kaders.
„Du siehst, dass da alles sehr gefestigt ist und dass sie mit sehr viel Selbstverständnis und Selbstvertrauen ihr Spiel durchdrücken“, ist ihm zudem das Selbstvertrauen des Clubs aufgefallen. „Sie haben eine sehr gute Ballsicherheit, gute Verbindungen mit Ball, aber auch eine hohe Zielstrebigkeit.“
„Eine Challenge“ wird es entsprechend, den richtigen Mix zu finden. Schließlich gestaltet auch Wolfsburg unter seiner Regie das Spiel sowohl mit als auch gegen den Ball sehr aktiv. Die richtige Mischung aus Balldruck und Tiefe zu finden, sei in der Defensive einer der Schlüssel für den VfL am Samstag.
Gradmesser
Insgesamt betont Strobl, dass er beim FCN eine gute „Ganzheitlichkeit“ sieht, da man auch in der Defensive stark sei: „Sie haben eine gute Mann-Mann-Struktur, sind sehr mutig und gut in den Duellen.“
Insofern wird es für den Bundesligaabsteiger ein echter Prüfstein, bei dem sich auch zeigen wird, ob man beispielsweise an die Leistung aus dem 5:1-Erfolg gegen den SV Darmstadt vor der Länderspielpause anknüpfen kann: „Es ist schon eine Mannschaft, wo wir dann am Ende des Tages sehen – okay, wird da nochmal was offengelegt oder wie stabil sind wir?“
Folglich bezeichnet Kloses Gegenüber die Partie als „nächste Prüfung auf unserem Prozess“ – und macht keinen Hehl daraus, dass er sich auf das Spiel entsprechend freut: „Es ist eine ganz große Vorfreude, dass du ein Topspiel hast gegen einen Topgegner in einem coolen Stadion.“


