Formstarker FCN vor Hannover-Spiel
Nur eine Niederlage und 15 Punkte aus den letzten acht Spielen – der 1. FC Nürnberg befindet sich zumindest ergebnistechnisch kurz vor dem Saisonende der 2. Bundesliga in guter Form. Dass der FCN in dieser späten Phase der Saison nun derartig gut punktet, überrascht den Trainer des kommenden Gegners Hannover 96, Christian Titz, allerdings nicht. Schließlich habe der Club „viele gute Spieler“ in seinen Reihen, die sich inzwischen gefunden hätten.
Titz nicht überrascht: „Etwas ganz Normales, dass es Zeit braucht“
„Das ist in Nürnberg in den letzten zwei Saisons passiert, dass sie immer wieder einen Neuaufbau hatten, weil viele Spieler den Verein verlassen hatten“, kommt Titz auf die vielen Kaderbewegungen und die daraus folgenden Umbrüche zu sprechen – die die zwischenzeitlichen Anlaufschwierigkeiten offenbar erklärbar machen. „Dann ist es etwas ganz Normales, wenn du so wie der Club viele Spieler dazuholst – auch viele junge, hochtalentierte Spieler –, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis es zusammenwächst und sich findet.“
Viel Qualität beim FCN
Mit Blick auf Spieler wie Adam Markhiyev, Javier Fernandez, Luka Lochoshvili, Mohamed Ali Zoma oder auch Julian Justvan stellt Titz fest: „Das ist eine Mannschaft, die für die 2. Bundesliga viele individuell gute Spieler in ihren Reihen hat. Mich hat es nicht überrascht, dass sie jetzt so viele Punkte holen und in die Plätze nach vorne geklettert sind, weil es einfach eine gute und spielstarke Mannschaft ist.“
Tatsächlich holte der FCN nach nur einem Zähler aus den ersten fünf Partien von Spieltag sechs bis 33 insgesamt 44 Punkte – Rang sechs in diesem Zeitraum und lediglich drei weniger als der Tabellendritte Hannover 96, der auf dem Aufstiegsrelegationsplatz in den 34. Spieltag geht.
Titz‘ Message an Klose
Gerade weil die Franken einen fußballerischen Ansatz wählen, freue sich Titz auf das Duell am letzten Spieltag, in dem es für seine Mannschaft noch um den Aufstieg geht: „Weil ich weiß, dass wir auf eine Mannschaft treffen werden, die mitspielt. Das wird für die Zuschauer etwas Interessantes und du bekommst auch etwas andere Räume“, so der 96-Trainer, der mit einem Augenzwinkern in Richtung Klose nachschiebt: „Ich hoffe jetzt nicht, dass der Kollege das aus dem Grund auf einmal abändert.“
Titz sieht bei Kloses FCN „gute Saison“
Seinem Trainerkollegen richtet der 55-Jährige noch wertschätzende Worte entgegen: „Der Miroslav ist ein sehr sympathischer Trainer und hat auch eine gute Saison gespielt“, lobt Titz Klose und den 1. FC Nürnberg.
Eine Einschätzung, die im Nürnberger Umfeld wohl nicht jeder so unterschreiben würde. Denn selbst in der zuletzt punktereichen Phase waren die Leistungen nicht immer überzeugend und konstant – ein Eindruck, der sich wie ein roter Faden durch die gesamte Spielzeit zog.


