Besondere Verbindung
Für Timo Rost war das jüngste Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und Energie Cottbus eine besondere Begegnung. Von 1992 bis 1998 spielte der gebürtige Franke beim FCN, durchlief den Nachwuchs und schaffte anschließend den Sprung zu den Profis. In der Aufstiegssaison 1997/98 kam er neunmal in der 2. Bundesliga zum Einsatz. Später wurde Cottbus zu seiner langjährigen sportlichen Heimat, wo er auch die Kapitänsbinde trug.
Die Verbindung nach Nürnberg besteht weiterhin. Rost läuft für die Traditionsmannschaft auf und besucht regelmäßig Spiele des Clubs. Im Interview mit der Märkischen Allgemeinen vor dem Aufeinandertreffen seiner beiden Ex-Vereine erklärte er, weshalb sich der FCN unter Miroslav Klose weiterentwickelt hat.
Geduld mit Klose
Für Rost ist die Kontinuität auf der Trainerposition ein entscheidender Faktor. Die Verantwortlichen gaben Klose auch in schwierigen Phasen die Möglichkeit, seine Vorstellungen innerhalb der Mannschaft zu verankern: „Man hat Trainer Miroslav Klose – der ja auch schon mehrmals auf der Kippe stand – die Zeit gegeben, der Mannschaft seine Philosophie mitzugeben.“
„Das Team ist deutlich stabiler und reifer. Für mich ist entscheidend, dass sie inzwischen unterschiedliche Arten von Spielen gewinnen“, beschreibt der ehemalige Nürnberger die Fortschritte.
In Cottbus gelang zwar kein weiterer Sieg. Dennoch bewies der FCN auch dort, dass er inzwischen auf Rückschläge reagieren kann. Nach dem Führungstreffer der Gastgeber sorgte der eingewechselte Styopa Mkrtchyan für den 1:1-Ausgleich und bewahrte die Klose-Elf damit vor einer Niederlage.
Rückkehr vorstellbar
Rost selbst arbeitete zuletzt 2022 als Cheftrainer bei Erzgebirge Aue. Anschließend widmete er sich dem Aufbau eines Unternehmens für Sportgetränke. Mittlerweile kann sich der 48-Jährige eine Rückkehr als Trainer oder Sportlicher Leiter vorstellen.
Den Kontakt zum Fußball hielt er unter anderem durch Hospitationen beim TSV 1860 München. Zudem berichtete Rost von einem kürzlichen fachlichen Austausch mit Bayern-Trainer Vincent Kompany bei einem gemeinsamen Abendessen.


