Abgänge
Auch wenn der 1. FC Nürnberg seinen Kader in dieser Saison zum Großteil zusammenhalten konnte, gab es den ein oder anderen Abgang. So verließen den FCN beispielsweise im Sommer gleich vier Spieler in Richtung Bundesliga.
Das Duo in der Innenverteidigung – bestehend aus Luka Lochoshvili und Fabio Gruber – wechselte zum 1. FC Köln beziehungsweise zum 1. FSV Mainz 05. Mittelfeldspieler Tom Baack zog es zum Aufsteiger SC Paderborn und Linksverteidiger Berkay Yilmaz ging nach seiner Leihe nach Nürnberg zurück zu seinem Stammverein SC Freiburg.
Sonderlob
Beim 3:2-Erfolg der Kölner gegen die TSG Hoffenheim erhielt Lochoshvili, der 90 Minuten als linker Innenverteidiger auflief, ein Sonderlob der Effzeh-Verantwortlichen. „Es gibt eine Situation von Lochoshvili, die ich gerne herausheben würde, in der wir einen Ball in der Vorwärtsbewegung verlieren, und er dann mit letzter Energieleistung noch den Querpass verhindert. Eine Szene, in der man normalerweise, wie beim Elfmeter, eigentlich ein Gegentor kriegen muss“, hebt Sportgeschäftsführer Thomas Kessler gegenüber dem Express hervor.
Und auch Trainer René Wagner ist voll des Lobes für den georgischen Nationalspieler: „Locho ist einer, der in der Kabine den Mund aufmacht und auch im Training viel spricht. Wenn er voll dabei ist, kann er jeden Zweikampf führen. Ich freue mich, dass alle anderen heute auch gesehen haben, was wir jeden Tag im Training sehen.“
Direktes Duell
Zum direkten Aufeinandertreffen bei ihren ersten Einsätzen in der Bundesliga kam es zwischen Gruber und Baack. Der peruanische Nationalspieler stand dabei über die volle Distanz auf dem Feld und durfte im Zentrum der Dreierkette auflaufen. „Er hat ein gutes erstes Spiel gemacht“, lobte sein Trainer Urs Fischer im Nachgang: „Er hat gut antizipiert und nach vorne verteidigt.“
Erst in der 75. Minute eingewechselt wurde Baack. Der Mittelfeldspieler dürfte mit seiner Mannschaft mit dem 0:0 am Ende der zufriedenere ehemalige Nürnberger sein. Sein Trainer Ralf Kettemann beorderte den SCP-Neuzugang zudem auf Anhieb in den Mannschaftsrat.
Nur auf der Bank
Yilmaz hingegen musste sein Bundesligadebüt vorerst verschieben. Beim 4:1-Erfolg des Sportclubs gegen Werder Bremen saß der Linksfuß 90 Minuten auf der Bank. Bis hierhin verzeichnet er aus den ersten vier Pflichtspielen erst eine Einsatzminute und sieht sich viel Konkurrenz gegenüber. Da Freiburg aber international aufläuft, dürften mehr Spielminuten nur eine Frage der Zeit sein. Schließlich musste sich Yilmaz auch beim FCN zunächst etwas gedulden – und war dann irgendwann nicht mehr wegzudenken.


