Vier Abgänge
Dem 1. FC Nürnberg gelang es im Sommer erstmals seit langer Zeit, viele Leistungsträger und Stützen zu halten. Zwar verlor der FCN seine Stammviererkette der Vorsaison, konnte diese aber durch den Mix aus eigenen Talenten und externen Neuzugängen bis dato gut kompensieren.
Gleichzeitig verließen den Club gleich vier Spieler in Richtung Bundesliga. Das Fazit der ersten Wochen und Monate beim neuen Verein ist gemischt.
Wenig Einsatz
Noch nicht ganz so viel gespielt, wie er sich erhofft haben dürfte, ist Berkay Yilmaz. Der türkische U21-Nationalspieler wurde in den bisherigen sieben Pflichtspielen des SC Freiburg erst zweimal in den Schlussminuten eingewechselt. Bei seinem einzigen Bundesligaeinsatz – am zweiten Spieltag beim 0:1-Auswärtssieg in Paderborn – kam er im zentralen Mittelfeld zum Einsatz.
Links hinten, wo er beim FCN gesetzt war, hat Jordy Makengo derzeit klar die Nase vorn, absolvierte beispielsweise alle vier Ligaspiele über die volle Distanz und bereitete dabei drei Treffer vor. Yilmaz wird sich somit auch in den nächsten Wochen gedulden müssen. Dass der Sportclub international spielt, könnte ihm helfen, dennoch auf Einsatzzeit zu kommen.
Gesetzt
Wer mit den ersten Wochen bei seinem neuen Verein extrem zufrieden sein dürfte, ist der ehemalige Nürnberger Kapitän Fabio Gruber. Der peruanische Nationalspieler etablierte sich auf Anhieb im Zentrum der Mainzer Dreierkette. Der kicker tituliert ihn sogar als bis hierhin größte positive Überraschung seiner Mannschaft.
Die Reise mit der Nationalmannschaft musste er in der aktuellen Länderspielpause jedoch absagen. Nach einer Kniereizung wollte er kein Risiko eingehen und arbeitet derzeit individuell am baldigen Comeback. Ein Einsatz nach der Pause soll nicht gefährdet sein.
Durchwachsen
Bei Grubers Nebenmann aus der Vorsaison, Luka Lochoshvili, läuft es bislang deutlich durchwachsener. Nicht nur, weil rund um den 1. FC Köln nach einem durchwachsenen Saisonstart schon wieder einiges an Unruhe besteht. Auch der georgische Nationalspieler selbst steht dabei in der Kritik.
„Ein Sinnbild für Kölns Wackelstart“, schreibt beispielsweise der kicker. Die erhoffte Stabilität kann der Linksfuß der Hintermannschaft des Effzehs noch nicht verleihen. Seine Zweikampfführung, das Timing in der Defensive und sein Spielaufbau werden mitunter bemängelt. Nach der Länderspielpause trifft der Innenverteidiger mit Köln im Derby auf Borussia Mönchengladbach. Daraufhin steckt man entweder in der Krise – oder die Wackler zum Saisonbeginn sind vergessen.
Zwei Einsätze
Dass Tom Baack den Club in Richtung Bundesliga verlassen würde, hatte sich lange Zeit nicht wirklich abgezeichnet. Beim SC Paderborn schaffte es der laufstarke Mittelfeldspieler auf Anhieb in den Mannschaftsrat. Sein Impact auf dem Platz ist bislang hingegen begrenzt. Zwei Einwechslungen in der Schlussphase stehen bis hierhin zu Buche.
Immerhin: Bei beiden Partien (0:0 in Mainz und 3:1 gegen Hoffenheim) punktete sein Team. Die beiden Ligaspiele, in denen er 90 Minuten auf der Bank saß, verlor der Aufsteiger. Die aktuelle Länderspielpause verbrachte Baack mit dem SCP fünf Tage lang in den USA, um sich dort auf die kommenden Bundesligaspiele vorzubereiten.


