So verlief die WM für die acht Ex-FCN-Spieler

Spätestens im Achtelfinale war für alle ehemaligen Nürnberger Schluss.

1. FC Nürnberg FCN News Analyse Nathaniel Brown Can Uzun Eintracht Frankfurt DFB Nationalmannschaft Julian Nagelsmann
Foto: FCN.de

Kein Nürnberger

Seit 2014 stellte der 1. FC Nürnberg keinen Spieler mehr für eine Weltmeisterschaft ab. Das liegt vor allem daran, dass sich die FCN-Nationalspieler rund um Adam Markhiyev (Finnland) nicht für das Turnier qualifizierten. 2014 waren es mit Timothy Chandler (USA), Josip Drmic (Schweiz) sowie Makoto Hasebe und Hiroshi Kiyotake (beide Japan) noch vier Profis.

Achtmal FCN-Vergangenheit

Dennoch waren insgesamt acht Spieler mit Nürnberger Vergangenheit bei der derzeit stattfindenden WM in Kanada, Mexiko und den USA beteiligt.

Nathaniel Brown konnte trotz der aus deutscher Sicht enttäuschenden Weltmeisterschaft für Furore sorgen. Bei seinem ersten großen Turnier erzielte der Linksverteidiger sogar ein Tor. Kurz danach wurde sein Wechsel zum FC Bayern bekannt, an dem der FCN bekanntermaßen mitverdient. Dennoch war sowohl für ihn als auch für Jamie Leweling bereits im Sechzehntelfinale Schluss. Leweling, der fünf Jahre lang in der Jugend des Clubs auflief, wurde dabei einmal eingewechselt.

Dreimal Vorrundenaus

Ebenfalls einmal zum Einsatz kam der mittlerweile für Borussia Mönchengladbach spielende Jens Castrop. Beim letzten Gruppenspiel wurde er zur Halbzeit eingewechselt, konnte das Ausscheiden Südkoreas in der Gruppe mit drei Punkten aber nicht mehr verhindern.

Auch Sarpreet Singh, der 2020 für ein halbes Jahr an den FCN verliehen war, schied bereits in der Vorrunde aus. Für Neuseeland kam er zwar in allen drei Partien von Beginn an zum Einsatz, sammelte mit seinem Land aber lediglich einen einzigen Punkt.

Deutlich überraschender kam das Aus in der Gruppenphase für die Türkei, die gleich ihre beiden Auftaktspiele gegen Australien und Paraguay verlor. Der ehemalige Nürnberger Can Uzun durfte dabei kaum helfen. Einmal saß er über 90 Minuten auf der Bank, einmal wurde er in der 60. und einmal erst in der 84. Minute eingewechselt.

Viermal Sechzehntelfinale

Neben den beiden DFB-Akteuren Brown und Leweling schafften es auch zwei weitere Profis mit FCN-Vergangenheit in das Sechzehntelfinale. Alessandro Schöpf, der für den Club in 55 Pflichtspielen 24 Scorerpunkte beisteuerte, kam für Österreich nicht zum Einsatz.

Alle vier Partien über die volle Distanz bestritt hingegen Bosniens Torhüter Nikola Vasilj. Der 30-Jährige lief von 2017 bis 2019 für die Nürnberger U23 auf. Es war das erste Mal, dass die Bosnier bei einem großen Turnier die K.-o.-Phase erreichten.

Einmal Achtelfinale

Der 22-jährige Gustavo Puerta zog mit Kolumbien als Gruppensieger sowie einem 1:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Ghana als einziger ehemaliger Nürnberger in das Achtelfinale ein. Nach einem 0:0 unterlag man dort jedoch der Schweiz im Elfmeterschießen. Puerta, der 2023 bei seiner Leihe von Leverkusen zum FCN ohne einen einzigen Einsatz blieb, absolvierte jedes Spiel von der ersten bis zur letzten Minute und wusste dabei zu überzeugen.

Während der Mittelfeldspieler unter anderem von der AS Rom oder dem FC Porto umworben wird, verlief die Weltmeisterschaft für die meisten ehemaligen Nürnberger ansonsten eher enttäuschend. So zog am Ende keiner der acht Spieler mit FCN-Vergangenheit bis in das Viertelfinale ein.