Starke Markhiyev-Saison
Adam Markhiyev spielte als defensivster Mittelfeldspieler des 1. FC Nürnberg eine starke Debütsaison. Wie gut der 24-Jährige die Rolle als Nachfolger von Caspar Jander ausfüllte, zeigt auch ein Blick auf seine Leistungsdaten. Unter allen Spielern der 2. Bundesliga verzeichnete der finnische Nationalspieler die zweitmeisten erfolgreichen Defensivaktionen pro 90 Minuten. Gleichzeitig unterstrichen 63 Prozent gelöste Drucksituationen seine Pressingresistenz – ebenfalls ein ligaweiter Topwert.
Zahlen, die exemplarisch für seine Qualitäten mit und gegen den Ball stehen.
Tóth soll kommen – und Markhiyev gehen?
Und dennoch will der FCN auf der Sechserposition offenbar nachrüsten. Der defensivstarke Rajmund Tóth soll einem Wechsel an den Valznerweiher bereits zugestimmt haben. Lediglich eine Einigung mit dem ungarischen Erstligisten Győri ETO FC steht offenbar noch aus.
Ein Hinweis darauf, dass sich der Club auf einen möglichen Abgang von Markhiyev vorbereitet, der nach seiner starken Saison durchaus Interesse geweckt haben dürfte? Oder plant man womöglich, ihn künftig offensiver einzusetzen?
So sieht Chatzialexiou Markhiyev
„Ich glaube schon, dass Adam auf der Sechs seine größten Stärken hat. Man kann ja auch mit einer Doppel-Sechs spielen“, erklärt Joti Chatzialexiou – und deutet damit an, dass ein möglicher Tóth-Transfer weder zwingend mit der Position noch mit der Zukunft Markhiyevs zu tun haben muss.
Der Sportvorstand verweist damit auch auf die letzten Wochen der Saison, in denen Javier Fernandez gemeinsam mit Markhiyev in einem 4-2-3-1 die Zentrale vor der Abwehr besetzte.
Fernandez künftig auf der Acht?
Vielmehr scheint Chatzialexiou Fernandez – über dessen Verbleib beim FCN noch eine offizielle Einigung mit dem FC Bayern aussteht – perspektivisch eher weiter vorne zu sehen: „Javier sehen wir eher eine Position weiter vorn auf der Acht, weil er ein großes Laufpensum hat und wir auch in den vorderen Reihen jemanden brauchen, der ein paar Angriffe schon dort abblockt.“
Insofern würde Tóth die Qualität und Dichte im zentralen Mittelfeld zusätzlich erhöhen – zumal mit Tom Baack und Rabby Nzingoula bereits zwei Spieler diese Position verlassen haben. „Ein sehr interessanter Spieler“, wollte sich Chatzialexiou zum 22-jährigen Ungarn dennoch noch nicht konkreter äußern.
Ob in diesem noch langen Transfersommer ein lukratives Angebot für Adam Markhiyev beim 1. FC Nürnberg eingehen wird, ist keineswegs ausgeschlossen. Die aktuellen Transferpläne wirken allerdings zunächst nicht wie ein Vorgriff darauf, künftig ohne den Mittelfeldchef oder auf einer anderen Position mit ihm zu planen.


