Gegenseitige Wertschätzung nach FCN-Spiel
„Ich stehe auf genau den gleichen Ball, deswegen verstehen wir uns auch so gut“, sagte Miroslav Klose nach dem 1:1-Unentschieden gegen Preußen Münster im Januar in Richtung Alexander Ende, der zuvor ebenfalls die Herangehensweise des 1. FC Nürnberg gelobt hatte. Nach der Pressekonferenz tauschten sich die beiden Trainer noch minutenlang aus. Die gegenseitige Wertschätzung war nicht zu übersehen.
Unterschiedliche Entwicklungen
Während sich die Dinge seitdem für Klose und den FCN bekanntermaßen sehr positiv entwickelten, verliefen die vergangenen Monate für sein damaliges Gegenüber alles andere als erfreulich. Sechs Wochen nach dem Aufeinandertreffen wurde Ende vom späteren Absteiger Preußen Münster entlassen.
Wiederum vier Wochen später übernahm der 47-Jährige beim Ligakonkurrenten Fortuna Düsseldorf – konnte letztlich aber auch den bitteren Abstieg des Traditionsvereins in die 3. Liga nicht verhindern. 17 Jahre lang hatten die Rheinländer zuvor mindestens der 2. Bundesliga angehört.
Erneute Entlassung beim Drittligisten
Beim Neuanfang schenkten die Fortuna-Verantwortlichen Ende trotz dieses Misserfolgs weiterhin das Vertrauen – das nun an diesem Wochenende aufgebraucht war. Nach einer 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken gab der Klub die Entlassung des Trainers bekannt, der erst ein halbes Jahr zuvor übernommen hatte. „Nach eingehender Analyse“ sei man zur Überzeugung gekommen, dass man „einen neuen Impuls setzen“ müsse, erklärte Sportvorstand Samir Arabi.
Nur im Tabellenmittelfeld
Nach zehn Spieltagen mit lediglich 14 Punkten steht der Absteiger auf Rang zehn der Tabelle der 3. Liga – mit vier Punkten Rückstand auf Aufstiegsrelegationsplatz drei und sechs Punkten Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz zwei. „Ich hatte den festen Glauben, dass die Arbeit und die Entwicklung der letzten Wochen uns zum gemeinsamen Ziel geführt hätten“, bedauerte Ende die Entscheidung.
Zwei Abstiege, zwei Entlassungen
Auch Miroslav Klose dürfte angesichts seiner damaligen wertschätzenden Worte mit seinem Trainerkollegen mitfühlen. Schließlich musste Ende innerhalb von nur sieben Monaten gleich zwei Entlassungen hinnehmen. Hinzu kommt, dass beide von ihm trainierten Vereine in derselben Saison aus der 2. Bundesliga abstiegen – eine außergewöhnlich bittere Bilanz, die man keinem Trainerkollegen wünscht.


