Kein Durchbruch beim FCN
Als Dustin Forkel im Juli 2024 in der Generalprobe vor dem Saisonstart das 2:0 gegen Juventus Turin erzielte und zum Klose-Salto ansetzte, konnte man denken, dass ihm in der nachfolgenden Saison der Durchbruch beim 1. FC Nürnberg gelingen könnte. Doch anschließend kamen nur zehn Profieinsätze hinzu. Nach Leihen nach Regensburg und Schweinfurt folgte in diesem Sommer der endgültige Abgang des gebürtigen Coburgers von seinem Jugendverein.
Forkel trifft & trifft – immer wieder in der Nachspielzeit
Eine goldrichtige Entscheidung, wie sich nach einigen Wochen der neuen Saison herauszustellen scheint. Denn bei seinem neuen Verein Rot-Weiß Erfurt avanciert Forkel immer mehr zum entscheidenden Mann. So erzielte er beispielsweise am vergangenen Wochenende im Topspiel der Regionalliga Nordost den viel umjubelten 4:3-Siegtreffer gegen Meister Lok Leipzig in der Nachspielzeit.
Bereits zum dritten Mal in Folge bescherte der 21-Jährige seiner Mannschaft damit einen Last-Minute-Treffer: In der Woche zuvor erzielte er ebenfalls in der Nachspielzeit das zwischenzeitliche 2:1 beim 2:2 gegen Aue, wiederum eine Woche zuvor den 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit bei Hertha BSC II.
16 Scorerpunkte nach 13 Pflichtspielen
Insgesamt steht Forkel nun nach elf Spieltagen bereits bei sieben Toren und drei Vorlagen, traf in jedem der letzten vier Spiele – und obwohl er in fünf der ersten sieben Partien nur als Joker von der Bank kam, ist er inzwischen Topscorer der Liga.
Nimmt man den Thüringer Landespokal hinzu, steht er wettbewerbsübergreifend bei 16 Scorerpunkten in 13 Pflichtspielen. Besonders auffällig: Sechs seiner sieben Ligatreffer gelangen Forkel nach der 63. Minute.
Traum vom Aufstieg
Auch dank der Tore Forkels stehen die Erfurter, bei denen mit Sofiane Ikene ein weiterer Ex-Nürnberger aufläuft, in der Regionalliga Nordost noch ungeschlagen an der Tabellenspitze. Entsprechend größer werden die Träume rund um den Verein, nach neun Jahren Abstinenz die Rückkehr in den Profifußball zu realisieren – zumal der Meister der Nordost-Staffel in dieser Saison direkt aufsteigt. Dabei kann man sich offensichtlich auf einen treffsicheren Dustin Forkel verlassen, der sich selbst wenig überraschend als „glücklich“ beschreibt.


