Nächster Vereinswechsel
Trotz seiner erst 23 Jahre hat Janis Antiste bereits mehr Vereinswechsel hinter sich als manch anderer Profi in seiner gesamten Karriere. So wie viele andere Vereine war auch der 1. FC Nürnberg während seiner Leihe in der Rückrunde 2024/2025 nur eine Zwischenstation. Im vergangenen Sommer wurde der Franzose von seinem Stammverein US Sassuolo erneut verliehen – diesmal zum österreichischen Bundesligisten Rapid Wien.
Doch auch dort ist nach nur einem Jahr wieder Schluss. „Dass Leihstürmer Janis Antiste nicht verpflichtet wird“, teilte Rapid auf seiner Website mit. Somit muss der Nationalspieler Martiniques zunächst nach Italien zurückkehren.
Es ist bereits die zehnte Transferbewegung inklusive Leihrückkehren seit dem Sommer 2021, als Antiste vom FC Toulouse zu Spezia Calcio wechselte. Seitdem absolvierte er für nur einen seiner sechs Vereine mehr als 29 Pflichtspiele: für eben jenes Rapid Wien, das mit 40 Einsätzen nun sein Rekordverein ist. Zahlen, die verdeutlichen, wie schwer es dem Rechtsfuß bislang fällt, irgendwo dauerhaft Fuß zu fassen.
Viele Diskussionen um Antiste
Zumal auch seine Zeit in Österreich alles andere als geräuschlos verlief. Angefangen bei enttäuschenden Leistungen über Diskussionen um einen möglichen Leihabbruch und Tribünenplätze, die dazu dienten, eine inzwischen gestrichene Kaufpflicht zu umgehen, bis hin zu Debatten über seine Körpersprache und sein vermeintlich egoistisches Verhalten auf dem Platz.
„Ich weiß, dass ihr mehr von mir erwartet habt – und glaubt mir, ich selbst habe ebenfalls viel mehr erwartet. Leider können äußere Umstände einen manchmal zurückhalten und eine ganze Saison ruinieren. Ich verstehe eure Frustration“, wandte sich Antiste im Zuge seines Abschieds via Instagram an die Fans.
Antiste erklärt sich
Und weiter: „Viele sehen mich als egoistisch an, doch ich habe für diese Mannschaft immer alles gegeben. Leider gibt es Situationen, in denen man sein volles Potenzial nicht ausschöpfen kann. Am Ende sind wir alle Menschen – mit Emotionen und Gefühlen“, versucht er sich zu erklären und bedankt sich anschließend bei den Anhängern: „Von ganzem Herzen danke ich euch für eure Unterstützung und Zuneigung. Ich wünsche dieser Mannschaft und diesem Verein für die kommenden Jahre nur das Beste.“
Wechsel Nr. 11 steht bevor
Dass Antiste bei seinem Stammverein Sassuolo noch einmal eine echte Chance erhält, erscheint nach seinen letzten Leihen eher unwahrscheinlich. Insofern dürfte bereits im Sommer die elfte Transferbewegung innerhalb von fünf Jahren bevorstehen.
Dem ehemaligen französischen U21-Nationalspieler ist daher nur zu wünschen, bei einem Verein irgendwann so glücklich zu werden, wie er es zwischenzeitlich in Nürnberg zu sein schien, wo er in seinem halben Jahr einige wichtige Tore erzielte und sich auf Anhieb zu einem Fanliebling entwickelte.


