„Schon krass“ – Koudossou blickt auf Klose & FCN-Zeit zurück

Der ehemalige Nürnberger spricht über Miroslav Klose – und seine mögliche neue Rolle in Bielefeld.

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Foto: DO IT NOW Media

Trotzdem zufrieden

Bekanntermaßen verzichtete der 1. FC Nürnberg beim zuvor ausgeliehenen Henri Koudossou darauf, ihn auch darüber hinaus zu verpflichten. Stattdessen sicherte sich der FCN die Dienste des 29-jährigen Giannis Masouras für die Position rechts hinten, während Koudossou vom FC Augsburg zu Arminia Bielefeld wechselte.

„Grundsätzlich war ich eigentlich zufrieden mit der letzten Spielzeit“, blickt Koudossou im Arminia-Podcast auf seine Zeit beim Club zurück. „Leider habe ich mich nach dem fünften Spieltag ziemlich schwer verletzt und bin fast ein halbes Jahr ausgefallen“, war die Verletzung am Sprunggelenk dennoch ein Wermutstropfen.

Dennoch stand er – wenn möglich – nahezu immer über die volle Distanz auf dem Feld: „Deswegen bin ich zufrieden.“ Besonders froh ist er, dass die Verletzung keine bleibenden Beeinträchtigungen hinterließ: „Es hat zum Glück ganz gut funktioniert. Ich hatte auch ein paar Bedenken, ob das dann so gut klappt mit meinem Fuß. Aber es ist super verheilt und fühlt sich ganz normal an.“

„Schon krass“

Im Podcast seines neuen Arbeitgebers wurde der 26-Jährige auch gefragt, wie es ist, unter FCN-Trainer Miroslav Klose zu spielen. „Schon krass“, sei es damals gewesen, als der gebürtige Münchner zum ersten Mal mit dem Weltmeister von 2014 Kontakt hatte. Die anfängliche Aufregung habe sich aber „ganz schnell“ wieder gelegt. „Da ist es dann einfach nur noch der Trainer für einen“, wurde die Zusammenarbeit mit Klose schnell Alltag.

„Im Endeffekt kommt es trotzdem darauf an, was er einem beibringt“, war am Ende nicht der Name des 48-Jährigen entscheidend, sondern dessen Arbeitsweise. Beim Rechtsverteidiger konnte er offensichtlich einen positiven Eindruck hinterlassen. Als „super Typ und super Trainer“ bezeichnet der ehemalige Augsburger den Coach der Franken.

Neue Rolle?

In Bielefeld trifft er mit Oliver Kirch ebenfalls auf einen Ex-Profi als Trainer. Dieser hat offensichtlich vor, den schnellen Koudossou auch in einer anderen Rolle zu testen. Als „sehr geradlinig“ bezeichnet der Arminia-Neuzugang seine Spielweise.

Kirch möchte bei ihm jedoch „einen neuen Faktor“ mit reinbringen. „Weil die Außenverteidiger bei ihm im Training auch viel einrücken, was ich so bis jetzt noch nicht hatte“, könnte er künftig auch etwas eingerückter und nicht nur an der Außenbahn auflaufen.

Neben der etwas anderen Rolle nennt Koudossou auch ansonsten Unterschiede zwischen Klose und Kirch – sofern er das nach der bislang kurzen Zeit in Bielefeld beurteilen kann: „Ich würde sagen, dass Miro einen Tick ruhiger ist. Oli wirkt sehr, sehr energetisch. Ich will jetzt nicht sagen, dass Miro nicht energetisch ist. Aber der eine ist vielleicht etwas introvertierter, der andere einen Tick extrovertierter.“