Rückschlag: FCN muss „in der kommenden Zeit“ auf Mkrtchyan verzichten

Muss sich der 1. FC Nürnberg nochmals in der Innenverteidigung verstärken?

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Foto: DO IT NOW Media

Mkrtchyan beim FCN im Rückstand

Schon während der Vorbereitung des 1. FC Nürnberg war Styopa Mkrtchyan anzumerken, dass er nach seinen Verletzungsproblemen in der vergangenen Rückrunde im Vergleich zu seinen Teamkollegen noch einen gewissen Fitnessrückstand aufzuholen hatte. Dementsprechend musste sich der Winterneuzugang zunächst hinter Fynn Otto und Alexios Kalogeropoulos einreihen.

Nichtsdestotrotz blickte der 23-jährige Armenier kürzlich im Interview mit FCN.de zuversichtlich auf die neue Spielzeit: „Ich bin zwar selbst noch jung, aber ich versuche, Verantwortung zu übernehmen“, kündigte der Nationalspieler an – mit einem für ihn besonders wichtigen Ziel: „Das Wichtigste ist, gesund zu bleiben. Danach möchte ich so viele Einsätze wie möglich sammeln und endlich beweisen können, wieso ich mich im Winter für den Club entschieden habe und der FCN mich geholt hat.“

Alte Verletzung: Mkrtchyan fehlt „in der kommenden Zeit“

Umso bitterer, dass Mkrtchyan nun bereits zum Ligaauftakt gegen Dynamo Dresden erneut ausfiel. „Der Muskel hat ein bisschen zugemacht. Da wollte ich nichts riskieren“, erklärte Miroslav Klose nach dem 3:0-Erfolg vor heimischer Kulisse.

Was zunächst lediglich nach einer Vorsichtsmaßnahme klang, zieht nun offenbar eine ungewisse Ausfallzeit nach sich. Denn wie der Club am Montag bekanntgab, ist bei Mkrtchyan „die alte Verletzung an den Adduktoren wieder aufgebrochen“. Demzufolge müssen die Franken „in der kommenden Zeit“ auf ihren Abwehrspieler verzichten.

Bereits zum Ende der vergangenen Saison setzte eine derartige Verletzung den 1,92 Meter großen Linksfuß für mehrere Wochen außer Gefecht. In den letzten vier Saisonspielen fehlte er im Spieltagsaufgebot von Miroslav Klose. Auch in der darauffolgenden Länderspielphase musste Mkrtchyan bei den Partien Armeniens gegen Kasachstan und Moldawien passen.

Muss der FCN nochmals nachlegen?

Dass der 1. FC Nürnberg deswegen noch einmal in der Innenverteidigung nachrüstet, erscheint allerdings eher unwahrscheinlich. Hinter dem derzeit gesetzten Duo aus Otto und Kalogeropoulos stehen mit Kristian Mandic und Khalid Abu El Haija zwar „nur“ zwei Spieler zur Verfügung, die in der Vorsaison ausschließlich in der Regionalliga zum Einsatz kamen.

Allerdings könnte auch der eigentlich für die linke Abwehrseite eingeplante Neuzugang Andrea Ceresoli im Abwehrzentrum aushelfen. Darüber hinaus soll der von Stade Rennes ausgeliehene Mikayil Faye im Laufe der Hinrunde spielfit werden und die Möglichkeiten in der Innenverteidigung zusätzlich erweitern.

Insofern scheint der FCN auf dieser Position mittel- und langfristig weiterhin ausreichend besetzt zu sein. Kurzfristig erhöht der erneute Ausfall von Mkrtchyan allerdings den Druck darauf, dass Otto und Kalogeropoulos gesund bleiben.