„Riesenumbruch“ beim FCN? Sky-Kommentator „weiß, dass Spieler Ausstiegsklauseln haben“

Muss der 1. FC Nürnberg im Sommer wieder viele Abgänge befürchten?

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Foto: DO IT NOW Media

Streitpunkt beim FCN

Fängt der 1. FC Nürnberg im Sommer wieder bei Null an? Im Zuge der Vertragsverlängerung von Miroslav Klose war es ein großer Streitpunkt zwischen dem Trainer und dem Sportvorstand, wie die Kaderplanung künftig gestaltet werden soll. Klose prangerte sogar öffentlich an, dass man sich aufgrund der vielen Transferbewegungen Jahr für Jahr beim FCN nichts aufbauen könne.

Joti Chatzialexiou, der neben der sportlichen auch die finanziellen Aspekte berücksichtigen muss, sagte damals, dass man sich durch die Transfereinnahmen der vergangenen Wechselperioden mehr Handlungsspielraum erarbeitet habe: Der FCN sei nun in der Position, „nicht jeden verkaufen zu müssen“.

„Ob das gänzlich so kommen wird und wir vielleicht bei dem ein oder anderen Angebot nicht wiederstehen können – wie bei Caspar Jander – ist, glaube ich, normal, weil wir der Club sind und nicht in anderen Sphären“, so der ehemalige DFB-Funktionär nach der Vertragsunterschrift Kloses.

Riesenumbruch und Ausstiegsklauseln beim FCN?

Offenbar soll es bei dem ein oder anderen Spieler allerdings gar keinen Handlungsspielraum für den Club geben. „Ich weiß, dass ein paar Spieler Ausstiegsklauseln haben – von denen weiß man jetzt noch gar nichts“, erzählte Sky-Kommentator Joachim Hebel in einem Zweitligatalk auf dem YouTube-Kanal „Feliecio 1892“. Über welche Spieler es sich dabei handelt, wurde nicht konkretisiert.

Fest stehe jedoch, dass mit Abgängen zu rechnen sei – teilweise offenbar sogar schon fest eingeplant: „Und dass Spieler schon wissen, dass sie nächstes Jahr nicht mehr da sein werden oder zumindest fest davon ausgehen.“ Laut Hebel müsse man beim 1. FC Nürnberg also erneut mit einem größeren Umbruch im kommenden Sommer rechnen: „Das heißt, sie werden auch neu aufbauen müssen. Da bin ich mir ganz, ganz sicher: das wird ein Riesenumbruch geben, den jetzt noch keiner sieht.“

Otto-Transfer passt ins Bild

Dazu passt ins Bild: Für die eigentlich gut besetzte Innenverteidigung, die derzeit Fabio Gruber und Luka Lochosvhili bilden, soll – wie die BILD erstmals berichtete und Sky bestätigte – der vielumworbene Fynn Otto vom SC Verl kommen. Ein Spieler, der wohl nur mit der Aussicht auf einen Stammplatz nach Nürnberg wechseln dürfte. Insofern könnte dieser Transfer bereits ein Indiz dafür sein, dass gerade auf dieser Position mit Abgängen zu rechnen ist.

Da bislang jedoch keine konkreten Abgänge beim 1. FC Nürnberg bekannt sind, bleibt abzuwarten, ob sich diese Einschätzung bewahrheiten wird. Nicht nur für Miroslav Klose, sondern auch für viele Fans wäre es allerdings eine Enttäuschung, wenn erneut eine wichtige Achse wegbrechen würde.