Reise mit Folgen: Warum Klose FCN-Neuzugang Moustfa seitdem anders erlebt

Der 21-Jährige hat sich beim 1. FC Nürnberg zuletzt deutlich gesteigert. Nun könnte sich auch seine sportliche Perspektive verändern.

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Reise mit Folgen

Nach acht absolvierten Spieltagen wartet Can Moustfa noch auf seinen ersten Einsatz für den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga. „Er hat ja schon gegen Viktoria seine ersten Minuten bekommen“, verweist FCN-Trainer Miroslav Klose auf dessen Einsatz im DFB-Pokal in Köln.

Dort konnte der Neuzugang aus Cottbus allerdings nur bedingt Werbung für sich machen. In den vier darauffolgenden Partien stand er nicht im Kader der Clubprofis und lief stattdessen für die U23 in der Regionalliga Bayern auf.

Daraufhin folgte die Länderspielpause, in der Moustfa für die syrische A-Nationalmannschaft debütierte. „Er war auch sehr erfolgreich und hat ein Tor geschossen“ – und nahm offenbar reichlich Selbstvertrauen mit: „Seitdem erleben wir ihn anders.“

Zurück im Kader

Anschließend stand Moustfa – sicherlich auch begünstigt durch die Verletzung von Finn Ole Becker – in beiden Zweitligapartien wieder im Spieltagskader. Doch auch unabhängig von der Personalsituation erkannte Klose Fortschritte: „Auch im Training – viel mutiger und viel zielstrebiger.“

Dass sich der 21-Jährige mit seinem Ligadebüt noch gedulden muss, ist für Klose irgendwo „eine normale Entwicklung“. Schließlich war Moustfa im Herrenbereich bislang lediglich bei Rot Weiss Ahlen in der Oberliga Westfalen Stammspieler.

„Es ist ja nicht so, dass er schon ganz, ganz viel erlebt hat in seiner Karriere. Wir wissen, wo er Fußball gespielt hat und entsprechend, was seine Stärken sind – die bringt er ein“, ordnete Klose die bisherige Entwicklung seines Schützlings ein.

Paket größer machen

Die größten Qualitäten des Flügelspielers liegen vor allem im Dribbling und im Eins-gegen-eins. Klose möchte ihn allerdings noch vielseitiger machen.

„Aber wir möchten im Trainerteam ganz klar sein Paket noch ein bisschen größer machen, dass er dementsprechend viel lernt“, erklärte der Weltmeister von 2014, der in Moustfa aufgrund seines Potenzials einen „ganz, ganz spannenden Spieler“ sieht.

Neue Chancen

Durch die langfristige Verletzung von Mohamed Ali Zoma könnten sich Moustfas Chancen auf sein Zweitligadebüt nun zusätzlich erhöhen. Schließlich fehlt dem FCN damit ein weiterer Offensivspieler, wodurch auch die bislang weniger berücksichtigten Akteure stärker in den Fokus rücken.

Für die unmittelbare Nachfolge in der Startelf denkt Klose zwar zunächst an andere Kandidaten: „Ich rede da von Rayan Ghrieb, William Boving, von Rafa (Lubach), der jetzt lange auf seine Chance gewartet hat. […] Es wird mehr Minuten für die Spieler, die ein bisschen hinten dran waren, geben.“

Zu dieser Gruppe dürfte auch Moustfa gehören. Nach seinem gelungenen Nationalmannschaftsdebüt und den Fortschritten im Training könnte der nächste Schritt nun auch im Nürnberger Trikot folgen. „Ich hoffe einfach, dass ich durch gute Trainingsleistungen weitere Einsätze bekomme“, äußerte er sich bereits in der Vorwoche gegenüber der Vereinswebsite.