Ohne Profieinsatz
18 Bundesliga- und 167 Zweitligaspiele verzeichnet der Vizekapitän des 1. FC Nürnberg bislang in seiner Karriere. Während er für den FCN in 73 Pflichtspielen zum Einsatz kam, lief er für die Profis des VfL Wolfsburg nicht ein einziges Mal auf. Und dennoch blickt Julian Justvan auf eine besondere Zeit bei den Wölfen zurück.
Besondere Station
2017 wechselte er vom TSV 1860 München II dorthin. „Wolfsburg sehe ich als erste Profistation“, sagt er im Podcast „Stammplatz“. Für den VfL war er zunächst für die Regionalliga-Mannschaft eingeplant – mit Option auf mehr: „Natürlich wurde mir kommuniziert, dass es über kurz oder lang das Ziel ist, vielleicht den Schritt in die erste Mannschaft zu schaffen.“
„Aber für mich war das erstmal völlig fein“, war der damals 19-Jährige darüber aber nicht traurig, sondern betont, dass damals viele „Hochkaräter“ in der Wolfsburger Zweitvertretung aktiv waren. Beispielsweise Elvis Rexhbecaj, Omar Marmoush oder Anton Stach: „Das sind Spieler, die jetzt auf Topniveau spielen. Deswegen hatte ich da eine gute Zeit.“
Im dritten Jahr beim VfL rückte Justvan zu den Profis auf. „Wenn du dann auf einmal mit den ganzen Erstligaspielern in der Kabine sitzt, ist das schon was anderes“, erinnert er sich zurück. Zwar schaffte es der Linksfuß neunmal in den Spieltagskader für die Bundesliga und einmal sogar für die Europa League, wurde dabei aber nicht eingewechselt.
Später wechselte er von den Wölfen in die 2. Bundesliga zum SC Paderborn, wo er den Durchbruch schaffte. „Eine wirklich gute Zeit, die mich weitergebracht hat“, denkt er dennoch gerne an seine Station bei den Niedersachsen zurück: „Ich habe nur Positives erlebt in Wolfsburg.“
Wiedersehen
Wenn der 1. FC Nürnberg die Wölfe am Samstagabend zum Topspiel der 2. Bundesliga empfängt, kommt es für Justvan entsprechend auch zum Duell mit seinem Ex-Verein. „Es wird ein sehr interessantes Spiel, weil Wolfsburg auch sehr dominant spielt“, erwartet er ein „Spiel auf höchstem Niveau“, auf das man sich freuen darf.
Angesichts von fünf Punkten Vorsprung ist der Nürnberger Vizekapitän der Meinung, dass der Club in einer „ganz komfortablen Situation“ sei und der Druck bei den Gästen liegt. „Wir müssen einen sehr guten Tag haben. Aber für Wolfsburg wird es auch nicht einfach, zu uns zu kommen“, freut sich Justvan auf die Begegnung.


